Ein miskroskopisch vergrößerter Virus

Insgesamt sind bereits über 7000 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, die meisten von ihnen in China. - Bild: Pixabay

| von Sarah Wieser

Die Auswirkungen der Ausbreitung des Corona-Virus auf die Wirtschaft sind nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) noch nicht einzuschätzen. "Es ist noch deutlich zu früh, um eine seriöse Analyse über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus erstellen zu können", sagte der Präsident Marcel Fratzscher.

"Wenn die Ausbreitung des Corona-Virus in China und weltweit erfolgreich eingedämmt werden kann, dann sollten sich die wirtschaftlichen Kosten in Grenzen halten und sich auf einen kurzfristigen Produktionsausfall in China beschränken."

Eine weiterer Ausbruch der Lungenkrankheit hätte dagegen Fratzscher zufolge Folgen auf drei Ebenen. So würde zum einen die Nachfrage etwa für Reisen nach China deutlich sinken. Bemerkbar machen würde sich auch das vorübergehende Schließen von Fabriken in China: Dies würde die globalen Wertschöpfungsketten beeinflussen und Firmen erschweren, benötigte Vorleistungen aus China oder anderen betroffenen Ländern zu beziehen.

Gerade bei deutschen Unternehmen sei es nicht selten, dass mehr als die Hälfte des Wertes ihrer Exporte aus Vorleistungen aus dem Ausland besteht. Weiterhin würde eine weitere Verbreitung für erhöhte Unsicherheit sorgen, die Unternehmen von Investitionen oder Banken von der Kreditvergabe abhalten könnte, sagte Fratzscher.

Wie deutsche Unternehmen mit der Ausbreitung des Virus' umgehen, lesen Sie in diesem Artikel: "Wie die deutsche Industrie auf den Ausbruch des Coronavirus reagiert"

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