Egeplast setzt mit der EgeGigaFab in Greven neue Maßstäbe: Echtzeitdaten, vollautomatisiertes Materialhandling und nahtlos integriertes ERP/MES machen die Smart Factory zur Blaupause für Effizienz, Qualität und flexible Produktion – ausgezeichnet als „Fabrik des Jahres“.
Technik vom Feinsten: Automatisiert geregelte Kühl- und Kalibrierstrecken sichern eine gleichbleibende Maßhaltigkeit.Egeplast)
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Mitten
im westfälischen Greven hat Egeplast eine neue Ära der Rohrproduktion
eingeläutet. Das Familienunternehmen mit internationaler Ausrichtung gehört zu
den führenden Herstellern hochwertiger Kunststoffrohrsysteme – und geht mit der EgeGigaFab einen gewaltigen Schritt in Richtung
Zukunft. Die neue Smart Factory markiert nicht nur einen technologischen
Meilenstein, sondern wurde nun auch offiziell ausgezeichnet: In der
renommierten Benchmark-Initiative ‚Fabrik des Jahres‘, ausgerichtet von Kearney,
Ultima Media und Produktion, überzeugte Egeplast in der Kategorie ‚Hervorragende
Digitalisierung & Automatisierung‘. „Diese Auszeichnung ist
kein Ritterschlag für ein Einzelprojekt – es ist der Beweis, dass unser
gesamtheitlicher Ansatz aus Technik, Organisation und Teamgeist funktioniert“,
betont Dr. Ansgar Strumann, geschäftsführender Gesellschafter bei Egeplast.
Dr. Ansgar Strumann: „Die Entscheidung für den Neubau der egeGigaFab haben wir getroffen, um stabile Zukunftsperspektiven für egeplast am Hauptstandort in Greven zu schaffen.“Egeplast)
Was
die Jury überzeugte, ist nicht allein der technologische Stand der Dinge,
sondern der ganzheitliche Aufbau einer durchgängig vernetzten Fabrik auf der
grünen Wiese. Von Anfang an war klar: Hier entsteht kein Flickenteppich,
sondern ein durchkomponiertes Gesamtkonzept. Prozesse, Systeme und Strukturen
wurden so geplant, dass Daten von der Bestellung bis zur Auslieferung in einem
geschlossenen Regelkreis wirken – transparent, schnell und flexibel.
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„Unsere
Vision war es, eine Fabrik zu schaffen, die in Echtzeit denkt, handelt und
lernt – und dabei auf maximale Transparenz und Eigenverantwortung setzt“,
beschreibt Torsten Ratzmann, Geschäftsführer Operations, den Anspruch hinter
dem Projekt. Die tiefgreifende Integration von Engineering, IT/OT, Logistik,
Qualitätssicherung, Vertrieb und Produktion wurde zur DNA der EgeGigaFab.
Statt langer Reportings dominieren kurze Kommunikationswege – mit digitalem
Live-Status, direkter Problemerkennung und prädiktivem Eingreifen.
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Der wahre Wert: Daten, die handeln statt nur informieren
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Was
nach Buzzword-Bingo klingt, ist in Greven längst gelebter Alltag: Der zentrale
Erfolgsfaktor der neuen Fabrik ist ein datengestütztes Produktionsumfeld, das
konsequent auf Handlung
statt Analyse ausgerichtet ist. „Früher war unser Tagesgeschäft
reaktiv – heute sind wir in der Lage, in Echtzeit zu entscheiden“, so Michael
Büser, Leiter Produktion. Möglich machen das drei technologische Säulen: das
vollautomatisierte Materialversorgungssystem, das Manufacturing Execution
System als digitales Rückgrat und die tiefe Integration des ERP-Systems.
Torsten Ratzmann: „Wir haben eine hochmoderne Produktionsstätte, speziell für die Herstellung von Microduct-Rohren für den Glasfaserausbau in Europa installiert. Dabei ist die Fabrik vollständig automatisiert, ressourcenschonend und nachhaltig konzipiert.“Egeplast)
Das
Echtzeit-Monitoring ist kein passiver Blick auf Bildschirme – es ist der
Taktgeber für tägliche Shopfloor-Meetings, die alle relevanten Rollen an einen
Tisch bringen. Entscheidungen werden sofort getroffen, Verantwortlichkeiten
klar zugewiesen – und falls nötig, binnen Minuten umgesetzt. „Wir reden nicht –
wir machen. Das ist unser Credo“, so Büser.
Sofortwirkung statt Großprojekt: Kleine Schritte mit großer
Hebelwirkung
Der
ROI zeigt sich besonders deutlich in den pragmatischen Assistenzsystemen, die
den Alltag der Produktion vereinfachen. Bestes Beispiel: das Live-Cockpit der
Linien. Früher gab es täglich einmal eine Übersicht der Kennzahlen – heute
sehen Werker, Gruppenleiter und Management exakt in der für sie relevanten
Tiefe, was läuft und wo es hakt.
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Genauso effektiv: die
digitale Störungsvisualisierung mit integriertem Live-Chat. Werker melden
Fehler in Echtzeit direkt über Microsoft Teams, sichtbar für alle relevanten
Abteilungen. Kein Informationsverlust, keine Kaskaden – sondern Sofortwirkung. „Wir
haben die Tools nicht einfach eingeführt, wir haben sie gemeinsam
mit den Mitarbeitenden entwickelt. Das macht den Unterschied“, betont Dr.-Ing.
Tobias Hallmann, Head of Global Industrial Engineering & Gesamtprojektleiter
bei Egeplast. Der Wandel zur digitalen Fabrik wird bei Egeplast nicht
top-down verordnet, sondern entsteht durch Beteiligung, Praxisnähe und gezielte
Qualifizierung.
Rückverfolgbarkeit, Qualität und Effizienz – verbunden durch
clevere Standards
Die
Integration von Qualitäts- und Prozessdaten ermöglicht in der egeGigaFab
eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. Jeder Produktionsschritt, jede Charge,
jedes Prüfergebnis ist digital verknüpft und sofort abrufbar. „Das Rückgrat ist
unsere minimal-invasive Traceability-Lösung – vier Pflichtfelder, ein klarer
Qualitätsstatus, und alles läuft live zusammen“, erklärt Hallmann. Diese
Effizienz entsteht nicht durch teure Systeme, sondern durch saubere Stammdaten,
digitale Standards und eindeutige Verantwortlichkeiten – Basisarbeit
statt Buzzwords.
Das
Team setzte auf schnelle, agile Pilotierungen, übertragbare Templates und
einheitliche Schnittstellenprotokolle. Das Ergebnis: Systeme, die sich
innerhalb von 60 bis 90 Tagen skalieren lassen – von der Pilotzelle bis zum
kompletten Standort.
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Highlights EgeGigaFab
Die EgeGigaFab ist durchgängig digitalisiert und arbeitet mit einem
vollautomatisierten Materialhandling. Ein Echtzeit-Cockpit liefert transparente
Produktionsdaten. ERP und MES sind nahtlos integriert. Ein Live-Störungs-Chat
beschleunigt Entscheidungen. So setzt die Smart Factory neue Maßstäbe in
Effizienz, Qualität und Flexibilität.
Michael Büser: „Herausragend ist das Zusammenspiel von Technologie und Team. Wir haben den kompletten Prozessfluss automatisiert und digitalisiert – aber das funktioniert nur, weil alle im Team an einem Strang ziehen.“Egeplast)
Mit
der EgeGigaFab
wurde die Flexibilität der gesamten Produktion auf ein neues Level gehoben –
ein echter Wettbewerbsvorteil in Zeiten schwankender Märkte und
individualisierter Kundenbedarfe. Durch die Echtzeitdaten, die enge
ERP-Verknüpfung und die digitale Produktionsplanung kann das Unternehmen heute
schneller, zuverlässiger und individueller liefern. Selbst kurzfristige
Kundenwünsche sind kein Problem mehr: Automatisierte Linien passen sich in
Sekunden an – ganz ohne Reibungsverlust. „Wir produzieren heute mit der gleichen
Mannschaft die doppelte Menge. Das ist nicht nur Effizienz – das ist ein
Quantensprung in Richtung Zukunft“, fasst Dr. Strumann die Wirkung zusammen. 2026
steht bereits die nächste Evolutionsstufe an: Die Prinzipien der egeGigaFab
sollen auf die bestehende Druckrohrfertigung übertragen werden – mit
prädiktiver Steuerung, digitaler Rüstunterstützung und flexiblen
Verpackungslösungen.
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Skalierbare Exzellenz: So macht egeplast die Transformation
zur Methode
Die egeGigaFab
ist mehr als eine technologische Blaupause – sie ist der Beweis dafür, dass
industrielle Transformation planbar, steuerbar und replizierbar ist. Was in
Greven mit einem mutigen Konzept und interdisziplinärem Spirit begann, wird nun
zur strategischen Methode für die gesamte egeplast-Gruppe. Die erprobten
digitalen Lösungen, Organisationsprinzipien und Automatisierungsbausteine
sollen künftig systematisch auf andere Fertigungsbereiche übertragen werden –
Schritt für Schritt, aber mit maximaler Wirkung.
Ziel
ist es, Transformation zur Routine zu machen – mit wiederverwendbaren
Templates, standardisierten Schnittstellenverträgen und klaren
Governance-Regeln, die Tool-Wildwuchs und Datensilos verhindern. Das Prinzip
lautet: Was funktioniert, wird skaliert. Dabei setzt Egeplast auf agile
Pilotierungen mit kurzen Testphasen und messbaren Ergebnissen. Nicht jedes Tool
muss perfekt sein – aber es muss wirksam sein. Und genau dieses Prinzip sichert
die Time-to-Value selbst in komplexen Umgebungen. „Wir haben gelernt, dass
digitale Exzellenz nicht auf Technologie basiert, sondern auf Haltung“, betont
Torsten Ratzmann. „Es geht darum, Veränderungen nicht als Projekt, sondern als
Teil des Tagesgeschäfts zu verstehen.“
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Dr.-Ing. Tobias Hallmann: „Die beste Lösung entsteht nicht im Maschinenraum, nicht in der IT und nicht im Meeting. Sie entsteht dort, wo alles zusammenläuft. Genau das haben wir gebaut. Ein System, das Technik, Prozesse und Teamleistung verbindet und sich im täglichen Betrieb bewährt.“Egeplast)
Digitalisierung in der Industrie 4.0 neu denken
Ein
entscheidender Hebel dabei ist die Qualifizierung der Mitarbeitenden – nicht
nur für heutige Tools, sondern für künftige Anforderungen. Schulungen, digitale
Lernpfade und praktische Assistenzsysteme bauen systematisch
Transformationskompetenz auf – dezentral, praxisnah und nachhaltig. Auch
organisatorisch richtet sich das Unternehmen neu aus: Rollen wie ‚Digital Coach‘,
‚Daten Owner‘ oder ‚Prozessintegrator‘ entstehen genau dort, wo technologische
und operative Welt aufeinandertreffen. So wird Digitalisierung nicht nur
technisch beherrschbar, sondern kulturell verankert.
Die
Vision hinter all dem ist klar: Industrie 4.0 nicht nur erleben – sondern
systematisch nutzbar machen. Die EgeGigaFab ist dabei nicht das Ziel, sondern
der Startpunkt einer langfristigen Strategie, die Effizienz, Resilienz und
Innovationskraft miteinander verbindet – und Egeplast einen echten
Wettbewerbsvorsprung verschafft.
Mehr als
nur smart: Hier beginnt die Zukunft
Die EgeGigaFab ist weit mehr als eine digitale Vorzeigefabrik – sie ist ein
klares Statement: Zukunft entsteht nicht durch Technologie allein, sondern
durch den Mut, bestehende Denkweisen zu hinterfragen und neue Wege entschlossen
zu gehen. Wo andere Digitalisierung als Theorie verstehen, macht Egeplast sie
zum realen Treiber von Effizienz, Resilienz und Innovation. Das Zusammenspiel
aus konsequenter Umsetzung, pragmatischem Denken und echtem Teamgeist formt
hier ein Produktionsmodell, das Maßstäbe setzt – greifbar, skalierbar und
zukunftsfähig. Egeplast zeigt eindrucksvoll, dass Digitalisierung nicht auf
PowerPoint-Folien entsteht, sondern am Shopfloor. Und genau dort beginnt die
nächste Revolution.
Was ist die egeGigaFab?
Die egeGigaFab ist die neue Smart Factory von egeplast in Greven – eine durchgängig vernetzte und digitalisierte Fabrik für moderne Rohrproduktion.
Warum gilt sie als so herausragend?
Weil sie Prozesse von der Bestellung bis zur Auslieferung in einem geschlossenen Datenkreislauf verbindet – transparent, schnell und flexibel.
Welche Auszeichnung hat egeplast erhalten? Egeplast wurde bei „Fabrik des Jahres“ in der Kategorie „Hervorragende Digitalisierung & Automatisierung“ ausgezeichnet.
Welche Technologien sind die Basis der Fabrik?
Drei zentrale Säulen: vollautomatisiertes Materialversorgungssystem, MES als digitales Rückgrat und tiefe ERP-Integration.
Was bringt das im Alltag der Produktion konkret?
Entscheidungen können in Echtzeit getroffen werden – mit Live-Cockpits, kurzen Kommunikationswegen und schneller Problemerkennung direkt am Shopfloor.
Wie wird Qualität und Rückverfolgbarkeit sichergestellt?
Durch lückenlos verknüpfte Qualitäts- und Prozessdaten: jeder Schritt, jede Charge und jedes Prüfergebnis ist digital dokumentiert und sofort abrufbar.
Wie geht es nach der egeGigaFab weiter?
Ab 2026 sollen die Prinzipien auf weitere Fertigungsbereiche übertragen werden – inklusive prädiktiver Steuerung, digitaler Rüstunterstützung und flexibler Verpackung.