Die Logistik ist der drittgrößte Wirtschaftszweig in Deutschland - und wächst immer weiter. Abgesehen von der Finanzkrise und der Corona-Pandemie geht die Umsatzkurve stets nach oben.

Die Logistik ist der drittgrößte Wirtschaftszweig in Deutschland - und wächst immer weiter. Abgesehen von der Finanzkrise und der Corona-Pandemie geht die Umsatzkurve stets nach oben. (Bild: sittinan - stock.adobe.com)

Rund 319 Milliarden Euro setzte die deutsche Logistikbranche im Jahr 2022 um. Der Umsatz ist damit gegenüber dem Jahr 2021 erneut leicht gestiegen. Für das Jahr 2023 wird eine weitere Umsatzsteigerung auf 330 Milliarden Euro prognostiziert. Logistikunternehmen sind unter anderem im Bereich Spedition, Transport, Lagerei, Umschlag und Verpackung tätig und bilden zusammen einen der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Die Dienstleistung Transport hat den größten Anteil am deutschen Logistikmarkt.

Wer generiert am meisten Umsatz?

In der deutschen Logistikbranche sind vor allem mittelständische Unternehmen, aber auch große Konzerne tätig. Die Deutsche Post DHL war 2019 gemessen am Inlandumsatz das umsatzstärkste Logistikunternehmen in Deutschland. Weitere große 'Player' in der deutschen Logistikindustrie sind unter anderem die Deutsche Bahn, Dachser und Kühne + Nagel.

Deutsche Logistikbranche im internationalen Vergleich

Deutschland ist das Land in Europa mit dem größten Umsatz des Logistikmarktes (Stand: 2018). Als Gründe für den Erfolg der deutschen Logistikindustrie gelten unter anderem der zentrale geografische Standort sowie die hohe Qualität der Dienstleistungen und der Infrastruktur.

1995 - 123 Mrd. Euro; 1996 - 121 Mrd. Euro; 1997 - 124 Mrd. Euro; 1998 - 133 Mrd. Euro;  1999 - 149 Mrd. Euro; 2000 - 154 Mrd. Euro;  2001 - 160 Mrd. Euro;  2002 - 156 Mrd. Euro; 2003 - 161 Mrd. Euro; 2004 - 170 Mrd. Euro; 2005 - 174 Mrd. Euro; 2006 - 189 Mrd. Euro;  2007 - 206 Mrd. Euro; 2008 - 218 Mrd. Euro; 2009 - 200 Mrd. Euro; 2010 - 210 Mrd. Euro;  2011 - 223 Mrd. Euro;  2012 - 228 Mrd. Euro; 2013 - 230 Mrd. Euro; 2014 - 235 Mrd. Euro; 2015 - 253 Mrd. Euro; 2016 - 258 Mrd. Euro; 2017 - 267 Mrd. Euro; 2018 - 274 Mrd. Euro; 2019 - 285 Mrd. Euro; 2020 - 279 Mrd. Euro; 2021 - 294 Mrd. Euro; 2022 - 319 Mrd. Euro; 2023* - 330 Mrd. Euro;
Umsatz der Logistikbranche in Deutschland von 1995 bis 2022 und Prognose für 2023. Quelle: Fraunhofer SCS, BVL (Bild: Statista)

Logistik ist drittgrößter Wirtschaftsbereich in Deutschland

Die Logistik ist nach der Automobilindustrie und dem Handel der größte Wirtschaftsbereich in Deutschland. Sie rangiert noch vor der Elektronikindustrie und dem Maschinenbau und übertrifft mit über drei Millionen Beschäftigten deren Zahl um das Dreifache.

Die Steuerung von Waren- und Informationsströmen, aber auch der Transport von Gütern und deren Lagerung sind wichtige Wirtschaftsfunktionen, die hohe Werte schaffen. Rund 327 Milliarden Euro Umsatz werden 2023 branchenübergreifend erwirtschaftet. Dies entspricht einem Wachstum von rund 2,5 Prozent gegenüber 2022, das auch durch steigende Kosten entlang der Lieferketten getrieben wird.

Der europäische Logistikmarkt hat ein Volumen von 1.180 Milliarden Euro (2021). Deutschland hat daran mit rund 25 Prozent einen hohen Anteil. Das liegt nicht nur an der geografischen Lage im Herzen Europas - Deutschland nimmt bei Infrastrukturqualität und Logistiktechnologie international eine Spitzenposition ein.

Logistik besteht nicht nur aus Bewegung von Gütern

Nur knapp die Hälfte der in Deutschland erbrachten Logistikleistungen besteht in der für die Öffentlichkeit sichtbaren Bewegung von Gütern durch Dienstleister. Die andere Hälfte findet in der Planung, Steuerung und Durchführung innerhalb von Unternehmen statt. Mehr als 70.000 überwiegend mittelständische Unternehmen sind im Bereich der Logistikdienstleistungen tätig.

Nicht nur wegen ihrer Beschäftigungswirkung und Versorgungsfunktion ist die Logistik für den Wirtschaftsstandort Deutschland lebenswichtig. Im weltweiten Vergleich hocheffiziente Logistikstrukturen erhöhen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und des Außenhandels. Sie sorgen dafür, dass es sich für Unternehmen weiterhin lohnt, in Deutschland zu produzieren und von hier aus in alle Welt zu exportieren.

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(Bild: mi-connect)

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