BMW beschleunigt Sparprogramm nach Prognosesenkung
Die BMW-Gewinnprognose fällt pessimistischer aus: Schwache Absätze in China und höhere Kosten durch den Irankrieg setzen den Münchner Autobauer unter Druck.
BMW hat in einer Gewinnwarnung seine Ergebnisprognose für dieses Jahr nach unten geschraubt.BMW
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Summary:
BMW hat in München am Dienstagabend seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr gesenkt. Grund sind der schrumpfende chinesische Automarkt und Belastungen durch den Irankrieg. Der Konzern erwartet nun weniger Auslieferungen und will Struktur- und Effizienzmaßnahmen beschleunigen.
Warum BMW die Gewinnprognose senkt
BMW hat seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Wie aus der Mitteilung des bayerischen Autoherstellers am Dienstagabend hervorgeht, erwartet der Konzern beim Vorsteuerergebnis nun keinen moderaten, sondern einen deutlichen Rückgang.
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Konkrete Zahlen nannte BMW in der Gewinnwarnung nicht. Die Anpassung der Prognose zeigt jedoch, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Münchner Autobauer spürbar verschlechtert haben.
Neben dem Ergebnisziel hat der Vorstand auch die Erwartung für die Auslieferungen angepasst. Statt gleichbleibender Fahrzeugauslieferungen geht BMW nun davon aus, dass die Zahl der ausgelieferten Autos sinken wird.
Damit verschärft sich die Lage für den Konzern auf Absatz- und Ergebnisebene zugleich. Der schwächere Markt trifft BMW in einer Phase, in der auch die Kosten steigen.
Welche Rolle der chinesische Automarkt spielt
Als wesentlichen Grund nennt BMW die negative Entwicklung des chinesischen Automarkts . In China sind die Autoabsatzzahlen eingebrochen, eine Entwicklung, die nicht nur BMW betrifft.
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Nach jüngsten Daten des chinesischen Autoindustrieverbands CPCA sanken die Verkäufe zwischen Januar und Mai im Jahresvergleich um fast 20 %. Für einen international aufgestellten Hersteller wie BMW hat diese Entwicklung unmittelbare Bedeutung für Absatzplanung und Ergebnisprognose.
Zusätzlich verweist BMW auf die Auswirkungen des Irankriegs. Der Krieg im Nahen Osten treibt laut Mitteilung die Kosten in die Höhe und belastet damit die Ergebnisentwicklung des Konzerns.
Die Kombination aus schwächerem Automarkt in China und steigenden Kosten führt dazu, dass BMW seine Erwartungen für das laufende Jahr deutlich zurücknimmt.
Warum BMW Struktur- und Effizienzmaßnahmen beschleunigt
Die BMW-Chefetage will nun mit Sparmaßnahmen gegensteuern. Geplant ist eine Beschleunigung nicht näher erläuterter „weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen“.
Diese Kostensenkung soll mittelfristig positive Auswirkungen haben. Kurzfristig wird sie jedoch im zweiten Halbjahr das Ergebnis zusätzlich belasten. Damit steht BMW vor der Aufgabe, die eigenen Kostenstrukturen zu verbessern, ohne die laufende Ergebnisentwicklung weiter unter Druck zu setzen.
• Warum senkt BMW die Gewinnprognose? – BMW verweist auf die negative Entwicklung des chinesischen Automarkts und die Auswirkungen des Irankriegs auf die Kosten.
• Was bedeutet die BMW-Gewinnprognose für das Vorsteuerergebnis? – Statt eines moderaten Rückgangs erwartet BMW nun einen deutlichen Rückgang des Vorsteuerergebnisses.
• Welche Rolle spielt China für die BMW-Gewinnprognose? – In China sind die Autoabsatzzahlen eingebrochen; zwischen Januar und Mai sanken die Verkäufe laut CPCA um fast 20 %.
• Wie reagiert BMW auf die gesenkte Gewinnprognose? – BMW will „weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen“ beschleunigen, um die Kosten mittelfristig zu senken.
• Welche Auswirkungen hat die BMW-Gewinnprognose auf die Auslieferungen? – Der Vorstand rechnet nun mit sinkenden Auslieferungen, nachdem zuvor gleichbleibende Auslieferungen erwartet worden waren.