Das neue ZF-Vorstandsteam (von links nach rechts): Michael Frick, Dr. Martin Fischer, Vorstandsvorsitzender Dr. Holger Klein, Dr. Peter Laier, Sabine Jaskula und Stephan von Schuckmann.

Das neue ZF-Vorstandsteam (von links nach rechts): Michael Frick, Dr. Martin Fischer, Vorstandsvorsitzender Dr. Holger Klein, Dr. Peter Laier, Sabine Jaskula und Stephan von Schuckmann. (Bild: ZF)

Mit einem neu formierten Vorstandsteam ist der Technologiekonzern ZF ins neue Jahr gestartet. Seit 1. Januar führt Dr. Holger Klein als Vorstandsvorsitzender das Unternehmen. Neu im nun von sieben auf sechs Mitglieder verkleinerten Gremium sind Finanzvorstand Michael Frick und Dr. Peter Laier, der die Nutzfahrzeug- und Industrietechnik verantwortet. Beim ersten wichtigen Auftritt des Jahres hat ZF auf der Technologiemesse CES in Las Vegas derweil seine Produkte für das softwaredefinierte Fahrzeug und die nächste Generation autonomer Transportsysteme präsentiert.

Zusammen mit dem Vorstandsteam und den Mitarbeitenden will Klein ZFs Vorstellung von einer nachhaltigen, sicheren und bezahlbaren Mobilität für alle verwirklichen. „Zugleich erfordern Klimaschutz und Digitalisierung, sich verändernde Märkte und das immer unstetere wirtschaftliche Umfeld vorausschauendes Handeln und eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit", sagt er in einer Pressemitteilung.

Klein war 2014 in die ZF Friedrichshafen AG eingetreten und 2018 in den Vorstand berufen worden. Der neue Vorstandsvorsitzende verantwortet die Ressorts Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung, das Systemhaus Autonome Mobilitätssysteme und die Division Aftermarket. Zeitgleich mit Klein haben Michael Frick und Dr. Peter Laier ihre Vorstandsressorts übernommen. Laier verantwortet die Nutzfahrzeug- und die Industrietechnik, das konzernweite Ressort Produktion sowie die Region Indien. Frick, der bereits im Dezember 2022 zu ZF gekommen war, amtiert seit 1. Januar als Finanzvorstand und leitet auch die Bereiche M&A, IT und Digitalisierung.

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Viele Herausforderungen für ZF

Vorstandsmitglied Dr. Martin Fischer übernimmt an seinem Dienstsitz in den USA zusätzlich zu seinen bisherigen Verantwortungsbereichen (Divisionen Aktive Sicherheitstechnik, Passive Sicherheitstechnik, Elektronik und ADAS, Regionen Nord- und Südamerika, Ressort Qualität) die Leitung der Division Pkw-Fahrwerktechnik. Die Region Asien-Pazifik und das Konzernressort Materialwirtschaft werden künftig – zusätzlich zur Division Elektrifizierte Antriebstechnologien – von Stephan von Schuckmann von Asien aus geleitet. Unverändert bleibt die Zuständigkeit von Personalvorständin und Arbeitsdirektorin Sabine Jaskula für die Ressorts Personal, Nachhaltigkeit, Recht und Compliance.

„Mit dem neuen Zuschnitt der Verantwortlichkeiten bündeln wir unsere Aufgaben, steigern die Effizienz und setzen auf die Nähe zu unseren Kunden in Nordamerika und Asien“, sagt CEO Klein.

Beim ersten globalen Führungskräfte-Treffen des neuen Jahres in Friedrichshafen betonte Klein, dass ZF auch in schwierigen Zeiten viel erreicht und sich strategisch weiterentwickelt habe: „Wir können auf unsere Fähigkeiten vertrauen, die uns geholfen haben, mit der Transformation umzugehen und Krisen zu bewältigen." Der Krieg in der Ukraine mit seinen weitreichenden Folgen, der Mobilitätswandel, schwache Absatzzahlen, Materialengpässe und – nach wie vor – Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen ZF weiterhin vor große Aufgaben, die Klein zufolge viel Aufmerksamkeit erfordern.

Vor diesem Hintergrund werde ZF noch genauer prüfen, welche Technologien sich als besonders chancenreich erweisen und wie diese weiter gestärkt werden können. Zugleich wolle man überall Komplexität reduzieren, um schneller zu agieren und Chancen besser nutzen zu können.

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Begonnen hatte das Jahr 2023 für ZF auch mit der Präsenz auf der Technologiemesse CES in Las Vegas. Dort standen Produkte für das softwaredefinierte Fahrzeug, autonome Mobilitätssysteme und die E-Mobilität im Mittelpunkt. ZF präsentierte erstmals die neue Generation des Hochleistungsrechners ZF ProAI mit einer abermals deutlich gesteigerten Rechenleistung. Kunden haben bereits rund 14 Millionen Einheiten der ZF ProAI bestellt; weiteres Wachstum wird erwartet. Damit liefert ZF einen wichtigen Baustein für zukünftige Fahrzeugkonzepte mit zentralen Steuergeräten, beispielsweise autonome Shuttles.

Deren nächste Generation hat ZF ebenfalls bei der CES vorgestellt. Sie kann vollautomatisiert fahren (Level 4) und somit im gemischten Verkehr ohne Sicherheitsfahrer manövrieren, sofern es die lokalen gesetzlichen Rahmenbedingungen erlauben. Für den Einsatz dieser neuen Shuttles hat ZF mit dem US-amerikanischen Mobilitätsdienstleister Beep eine Partnerschaft vereinbart. Sie sieht ein Planungsvolumen von mehreren Tausend Level-4-Shuttle-Fahrzeugen für den Einsatz in den USA vor.

Mit dem Heat Belt, einem innovativen beheizbaren Sicherheitsgurt, zeigt ZF, wie man die Reichweiten von E-Autos bei kaltem Wetter um bis zu 15 Prozent steigern kann. Im Verbund mit der Sitzheizung und zum Beispiel einem beheizbaren Lenkrad verringert sich der Energiebedarf eines E-Autos bei kalten Temperaturen erheblich, weil nicht mehr der gesamte Innenraum erwärmt werden muss, damit sich die Insassen wohlfühlen. Der beheizbare Gurt sorgt für ein gleichförmiges und körpernahes Wärmegefühl.

Quelle: ZF

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