Menschen auf einer Messe, mit Social Media Zeichen über ihren Köpfen.

In Corona-Zeiten finden immer mehr digitale Messen statt. - Bild: Chaay_tee - stock.adobe.com

| von Anja Ringel

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat heute das Wort des Jahres 2020 bekannt gegeben: Corona-Pandemie. Auf Platz zwei: Lockdown. Es sind wohl die zwei Wörter, die auch Messebauer, Veranstalter und Aussteller dieses Jahr am häufigsten benutzt haben. Von den geplanten Messen für dieses Jahr konnten nur die wenigsten vor Ort stattfinden. Stattdessen mussten viele Messen und Hausmessen abgesagt werden – oder waren digital. Eine Entwicklung, die aufgrund der aktuellen Infektionszahlen und Beschränkungen, weiter anhält.

PRODUKTION hat zusammengefasst, welche digitalen Messen im Winter stattfinden:

Automatica

Als eine der letzten Messen wurde die Automatica abgesagt, die eigentlich im Dezember hätte stattfinden sollen. (Mehr dazu lesen Sie hier.) Als Ersatz hat die Messe unterschiedliche digitale Formate eingeführt:

Formnext

Die Formnext wurde bereits Anfang November als digitale Veranstaltung durchgeführt. Doch das Netzwerken geht weiter: „Formnext Connect“ soll die virtuelle Alternative für Gespräche und Wissensaustausch sein und ist noch bis 31. Dezember online. Dort können auch die Aufzeichnungen der digitalen Veranstaltungen noch einmal angeschaut werden.

In letzter Sekunde abgesagt

Grindtec

Unter dem Hashtag #wirhaltenzusammen können Kunden Aussteller der Grindtec kontaktieren. Die Messeveranstalter sind bis zuletzt davon ausgegangen, dass die Messe stattfinden kann, mussten sie dann aber doch kurz vorher absagen. Mehr dazu lesen Sie hier.

IFAT

Die IFAT ist normalerweise der Treffpunkt für die Umwelttechnologiebranche. Damit sich die Community auch vor der nächste Messe 2022 austauschen kann, gibt es „Ahead by IFAT“. Auf der Plattform können Unternehmen ihr Lösungsportfolio präsentieren. Die Beta-Version ist schon online, ab Januar sollen weitere Features dazukommen.

Intec und Z connect

Rein digital wird nächstes Jahr das Messe-Duo Intec und Z stattfinden und zwar vom 2. Bis 4. März. Die Entscheidung hat der Veranstalter heute (30.11.) bekanntgegeben. Die Messe ist ein Treffpunkt für die Metallbearbeitungs- und Zuliefererindustrie. „Herzstück der Veranstaltung“ soll eine Produktshow der Aussteller werden, sowie ein Online-Kongress und eine Networking-Plattform.

Light and Building

„Das Who’s who der gesamten Branche – an 365 Tagen im Jahr“ – mit diesem Slogan bewirbt die Light and Building ihren „Contactor“. Genau wie beim Angebot der Grindtec können Besucher und Kunden gezielt nach Ausstellern suchen, sich über deren Angebot informieren und sie kontaktieren. 

Metav

Seit Oktober finden unter dem Motto „Let’s talk about innovation“ regelmäßig Online-Veranstaltungen von Metav statt. Dadurch sollen die verschiedenen Themen der kommenden Messe im März 2021 vertieft werden. Die Online-Events finden immer einmal im Monat statt. Jeder Vortrag dauert rund 30 Minuten. Teilnehmer können auf Wunsch auch ein Teilnahmezertifikat erhalten. 

Das Thema der Dezember-Sessions vom 1. bis 3. Dezember ist Digitalisierung. 14 Firmen zeigen dabei Beispiele für Vernetzungslösungen in unterschiedlichen Bereichen. 

Update zur kollaborativen Robotik

OnRobot

Um Robotik dreht es sich am 2. und 3. Dezember auf der virtuellen OnRobot-Expo. In 14 Keynotes werden Besucher über die verschiedensten Themen der kollaborativen Automatisierung informiert – dazu zählen unter anderem Lean Manufacturing und kollaborative Verpackungslösungen. Mit der Expo will OnRobot nach eigener Aussage vor allem kleine und mittelständische Unternehmen erreichen. Sprecher ist unter anderem Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Robotik + Automation, der über die Mensch-Roboter-Kollaboration und das Marktpotenzial kollaborativer Applikationen referieren wird.

Optatec

Auch die Optatec ist digitaler geworden. Optatec-Virtuell heißt die Plattform der Messe, die schon seit einigen Monaten online ist. In digitalen Showrooms präsentieren Aussteller dort ihre Produkte. Besucher können außerdem individuelle Anfragen an Aussteller senden, „um spezielle Lösungsansätze gemeinsam erarbeiten zu können“, erklärt der Veranstalter. 

Techtide

Eigentlich sollte die zweite Digitalkonferenz des Landes Niedersachsen in Hannover stattfinden. Nun treffen sich am 2. und 3. Dezember Experten und Interessierte digital. Insgesamt gibt es zwanzig Sessions mit mehr als 70 Sprechern. Themen sind unter anderem Start-ups, New Work und Klima. Unter anderem wird Autor und Journalist Sascha Lobo über „Wie Corona die Digitalisierung beschleunigt und radikalisiert“ sprechen.

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