Elon Musk raucht Marihuana

Elon Musk rauchte im Video-Podcast von Joe Rogan Marihuana. - Bild: Screenshot Joe Rogan Experience

| von Gabriel Pankow

Nachdem der Milliardär und Unternehmer vor einigen Wochen zunächst mittels Twitter-Nachricht mitgeteilt hatte, er erwäge Tesla für 420 Dollar je Aktie zu privatisieren, musste er kurze Zeit später zurückrudern. Musk gestand ein, dass der Rückzug von der Börse nicht zu realisieren sei.

Vor wenigen Tagen sorgte er wieder für Aufsehen. Der Tesla-Chef rauchte in einem Video-Podcast Marihuana – was von der Börse wenig begeistert aufgenommen wurde. In der Folge fiel der Kurs der Tesla-Aktie zeitweise um 9 Prozent. Darüber hinaus wurde das Ausscheiden von zwei Tesla-Managern öffentlich. Chefbuchhalter Dave Morton und Personalchefin Gaby Toledano verließen den Autobauer.

Das denken die Leser von ‚Produktion‘ über Musk

Wir von ‚Produktion‘ fragten unsere Online-Leser, ob Elon Musk dennoch der richtige Mann für den Chefposten bei Tesla ist. 125 User nahmen an der Umfrage teil (Stand: 12.9.2018; 11:00 Uhr). Deren Votum lautet:

  • 46 Prozent sagten: "Ja, klar! Tesla ist Musk und Musk ist Tesla. Kein anderer hat so viel Spirit und Hingabe, um den Elektroautohersteller richtig groß zu machen."
  • 26 Prozent meinten: "Nein! Elon Musk verliert langsam aber sicher den Fokus aus den Augen und reibt sich an Nebenkriegsschauplätzen auf. Ein erfahrener Automanager sollte jetzt das Ruder übernehmen und Tesla in ruhigere Gewässer steuern."
  • 28 Prozent: "Jein! Sicher, Musk hat viel um die Ohren. Er kümmert sich neben Tesla, schließlich noch um andere Großprojekte wie SpaceX. Er sollte allerdings Tesla-Chef bleiben - allerdings mit einem Co-Chef an seiner Seite, der ihm unter die Arme greift."

Video: Elon Musk im Video-Podcast von Joe Rogan

So bewertet NordLB-Analyst Frank Schwope die Ereignisse

„Die Eskapaden von Elon Musk sind Indiz für eine hochgradige Nervosität des Tesla-CEO. Scheinbar läuft einiges unrund im Unternehmen. Tesla erzielte im ersten Halbjahr neue Negativ-Rekorde bei den Verlustgrößen“, so Frank Schwope, Analyst bei der Norddeutschen Landesbank (NordLB). „Von den ursprünglich geplanten 500.000 Autos im Jahr 2018 dürfte Tesla lediglich 250.000 bis 300.000 Einheiten schaffen.“

Außerdem müsse der Konzern erst noch beweisen, dass er mit Model 3 tatsächlich auch Geld verdienen kann, und dass das Auto qualitativ hochwertig ist. Schwope: „Bei Tesla dürfte das Geld in den nächsten Monaten knapper werden, so dass die Zufuhr von frischem Kapital spätestens im nächsten Jahr nicht überraschen sollte. Wir rechnen damit, dass Tesla sosowhl in diesem Jahr als auch im Jahr 2019 noch rote Zahlen schreiben wird.“

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Tesla werde auch 2019 rote Zahlen schreiben

Laut dem Analysten gibt es bei Tesla zu viele Probleme und Unklarheiten:

  • Qualität und Profitabilität des Model 3
  • Rückgang der Produktion der Modelle X und S
  • Elon Musks Eskapaden
  • Das Verfehlen der ursprünglichen Produktionsziele für 2018
  • Relativ häufige Veränderungen im Management

„Grundsätzlich fragt man sich, ob Elon Musk noch der beste CEO für Tesla ist. Möglicherweise ist er beste Chief Marketing Officer für das Unternehmen, und Tesla wäre mit einem anderen, starken CEO besser aufgestellt“, erläutert Analyst Schwope. „Ein Abfindungsangebot zu 420 Dollar je Aktie würden wir aus Aktionärssicht sehr begrüßen. Einzig: Wir glauben nicht daran! Wir empfehlen weiterhin, die Tesla-Aktie zu verkaufen und reduzieren das Kursziel auf 230 Dollar.“