Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland

Wirtschaft für Demokratie gewinnt 2.500 Unternehmen

Rund 2.500 Unternehmen engagieren sich gemeinsam als Wirtschaft für Demokratie. Das Bündnis wirbt für Weltoffenheit, Diversität und ein starkes Europa – und sieht darin eine Investition in die Zukunftsfähigkeit.

Rund 2.500 Unternehmen haben sich zum Verein 'Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland' zusammengeschlossen.
Rund 2.500 Unternehmen haben sich zum Verein "Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland" zusammengeschlossen.

• Rund 2.500 Unternehmen haben sich im Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“ (im Web: https://www.welcomegermany.org/) zusammengeschlossen.

• Das Bündnis betrachtet Weltoffenheit und Demokratieförderung als Investitionen in die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.

• Unternehmen sollen demokratische Werte auch über ihre Belegschaften stärken und sich öffentlich für Demokratie, Europa und Diversität einsetzen.

• Das Bündnis verbindet sein Engagement unter anderem mit der Gewinnung zugewanderter Fachkräfte und dem hohen Vertrauen von Beschäftigten in ihre Arbeitgeber.

Warum sich die Wirtschaft für Demokratie engagiert

Rund 2.500 Unternehmen haben sich im Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“ zusammengeschlossen. Neben Start-ups und Mittelständlern gehören auch Konzerne oder deren Tochterunternehmen dazu, darunter Volkswagen und Infineon.

„Weltoffenheit und Demokratieförderung sind keine Kostenfaktoren, sondern Investitionen in die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen“, sagte Vereins-Vorständin Sylvia Pfefferkorn laut dpa-AFX.

Das Bündnis versteht gesellschaftliches Engagement damit ausdrücklich auch als unternehmerisches Thema. „Jedes verantwortungsbewusste Unternehmen muss sich die Frage stellen, ob es einem stabilen und menschenfreundlichen Wertegerüst folgen will“, schreibt der Verein auf seiner Website. Neutralität sei Teil des Problems.

Das Bündnis will nach eigenen Angaben deshalb bei Politikern und in den Medien für Demokratie, ein starkes, friedliches Europa und Diversität eintreten.

Zugewanderte Fachkräfte im Fokus

Eine besondere Rolle spielt für den Verein die Einwanderungspolitik. Die deutsche Wirtschaft brauche zugewanderte Fachkräfte, die langfristig Teil der Gesellschaft bleiben. Deutschland sei derzeit als Einwanderungsland nicht attraktiv genug. Das gelte insbesondere für Wissenschaftler.

Vereins-Vorständin Bärbel Boy verweist dabei auf Menschen, „die Sorge haben, ihre Kinder auf den Schulweg zu schicken, von denen wir aber gerne wollen, dass sie bei uns arbeiten“.

Im Einsatz für mehr Weltoffenheit sieht sich das Bündnis zugleich im Konflikt mit der AfD. Nach Auffassung des Vereins schade das Wahlprogramm der Partei der EU sowie der Freiheit von Wissenschaft und Medien.

Warum Unternehmen ihre Belegschaften erreichen

Eine zentrale Rolle schreibt der Verein den Unternehmen selbst zu. Boy zufolge seien Unternehmer besonders geeignet, demokratische Werte innerhalb der Belegschaften zu stärken, da sie „noch Zugang zu Gruppen haben, zu denen wir oftmals über andere Kanäle gar keinen Zugang mehr finden“.

Für diese Einschätzung verweist der Verband laut der Meldung auf das Edelman Trust Barometer 2026. Demnach vertrauen 74 % der Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber.

Deutlich niedriger liegen die Vertrauenswerte für andere Institutionen. Der Wirtschaft insgesamt vertrauen demnach 48 %, den Medien 46 %, der Regierung 42 % und NGOs 41 %. Für die nach eigenen Angaben repräsentative Studie wurden 1.200 Menschen in Deutschland befragt.

Mit Material der dpa

Was Sie zum Thema Wirtschaft für Demokratie wissen müsse

Was bedeutet Wirtschaft für Demokratie in diesem Bündnis? – Rund 2.500 Unternehmen engagieren sich über den Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“ für Demokratie, Weltoffenheit, Europa und Diversität.

• Warum ist Wirtschaft für Demokratie für Unternehmen relevant? – Der Verein betrachtet Weltoffenheit und Demokratieförderung als Investitionen in die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.

• Welche Rolle spielen Fachkräfte bei Wirtschaft für Demokratie? – Das Bündnis betont, dass die deutsche Wirtschaft zugewanderte Fachkräfte benötigt, die langfristig Teil der Gesellschaft bleiben.

• Welche Rolle spielen Belegschaften bei Wirtschaft für Demokratie? – Unternehmen verfügen nach Ansicht des Vereins über einen besonderen Zugang zu gesellschaftlichen Gruppen und können demokratische Werte in ihren Belegschaften stärken.

• Worauf stützt sich Wirtschaft für Demokratie beim Vertrauen in Arbeitgeber? – Der Verein verweist auf das Edelman Trust Barometer 2026, wonach 74 % der Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber vertrauen.