Rüstungsindustrie: Rheinmetall wächst weiter

Rheinmetall peilt 2026 deutliches Wachstum an

Der Rüstungsboom beschert Rheinmetall kräftigen Rückenwind. Der Düsseldorfer Konzern rechnet 2026 mit einem Umsatzsprung von bis zu 45 %.

Rheinmetall will im laufenden Jahr weiter kräftig wachsen.

Summary: Rheinmetall erwartet angesichts der Aufrüstung der Nato-Staaten ein starkes Wachstum. Der Konzern peilt 2026 einen Umsatz von bis zu 14,5 Milliarden EUR an. Ein Rekord-Auftragsbestand und steigende Nachfrage treiben die Entwicklung.

Der Rüstungsboom sorgt bei Rheinmetall für starke Wachstumserwartungen. Wie das im Dax notierte Unternehmen mitteilte, soll der Umsatz 2026 um 40 bis 45 % auf 14 bis 14,5 Milliarden Euro steigen.

Die operative Ergebnismarge soll dabei rund 19 % erreichen. Hintergrund ist vor allem die steigende Nachfrage aus den Nato-Staaten, die ihre Verteidigungsausgaben deutlich erhöhen.

Wie hoch ist der Auftragsbestand?

Der Konzern kann sich auf eine außergewöhnlich hohe Nachfrage stützen. Ende Dezember lag der sogenannte Backlog bei 63,8 Milliarden Euro.

Der Backlog umfasst neben dem klassischen Auftragsbestand auch erwartete Abrufe aus bestehenden Rahmenverträgen mit militärischen Kunden. Damit waren die Auftragsbücher des Unternehmens so voll wie noch nie zuvor.

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Deutliches Umsatzplus im vergangenen Jahr

Bereits im vergangenen Jahr legte Rheinmetall deutlich zu. Der Umsatz stieg im Vergleich zu 2024 um 29 % auf 9,94 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis verbesserte sich um ein Drittel auf 1,84 Milliarden Euro. Die operative Marge lag damit bei 18,5 %. Rheinmetall erreichte damit allerdings nur das untere Ende der zuletzt aktualisierten Prognose.

Sämtliche Zahlen beziehen sich laut Unternehmensangaben ausschließlich auf fortgeführte Geschäfte. Die zum Verkauf stehende Sparte rund um die Autozulieferung wurde dabei nicht berücksichtigt.

Gewinn sinkt trotz starkem operativen Geschäft

Unter dem Strich verdiente Rheinmetall weniger als im Jahr zuvor. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn lag bei 696 Millionen EUR nach 717 Millionen EUR im Vorjahr.

Grund dafür waren vor allem höhere Steuerbelastungen.

Höhere Dividende für Aktionäre

Trotz des leichten Gewinnrückgangs sollen die Aktionäre stärker am Geschäftserfolg beteiligt werden. Für das abgelaufene Geschäftsjahr schlägt Rheinmetall eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie vor.

Im Vorjahr waren 8,10 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet worden. Damit liegt die geplante Ausschüttung deutlich über den Erwartungen der Analysten, wie aus der Mitteilung hervorgeht.

Mit Material von dpa.

FAQ zum Rüstungsboom und Rheinmetall

Warum profitiert Rheinmetall vom Rüstungsboom?

Die Aufrüstung der Nato-Staaten führt zu einer stark steigenden Nachfrage nach militärischer Ausrüstung und Systemen.

Wie hoch ist der Auftragsbestand von Rheinmetall im Rüstungsboom?

Der Backlog lag Ende Dezember bei 63,8 Milliarden EUR und erreichte damit einen Rekordwert.

Welches Wachstum erwartet Rheinmetall durch den Rüstungsboom?

Der Konzern plant für 2026 ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 % auf bis zu 14,5 Milliarden EUR.

Welche Dividende zahlt Rheinmetall im Rüstungsboom?

Für das vergangene Geschäftsjahr ist eine Dividende von 11,50 EUR je Aktie vorgesehen.