Rheinmetall hat die Mehrheitsbeteiligung an DOK-ING abgeschlossen. Mit dem Zukauf stärkt der Konzern sein Portfolio für unbemannte Fahrzeuge und autonome Systeme.
Unbemannte Fahrzeuge wie dieses zur Minenräumung bilden das Portfolio von DOK-ING, das jetzt von Rheinmetall übernommen und in "Rheinmetall Unmanned Vehicles d.o.o".umbenannt wurde.Rheinmetall Unmanned Vehicles d.o.o
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Summary: Rheinmetall übernimmt 51 % an DOK-ING in Kroatien und bündelt dort Kompetenzen für unbemannte Fahrzeuge. Das Closing erfolgte nach dem im März unterzeichneten Einstieg und der behördlichen Freigabe. Ziel ist ein Kompetenzzentrum für militärische Anwendungen sowie die Entwicklung serienreifer unbemannter Bodensysteme.
Wie Rheinmetall sein Portfolio erweitert
Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an DOK-ING in Kroatien erfolgreich abgeschlossen. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, firmiert das Unternehmen künftig unter dem Namen „Rheinmetall Unmanned Vehicles d.o.o.“.
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Rheinmetall erwirbt 51 % des Unternehmens. Der Gründer und bisherige Alleineigentümer Vjekoslav Majetić behält 49 % der Anteile. Zur Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.
Der mehrheitliche Einstieg war bereits im März dieses Jahres in Zagreb unter Vertrag genommen worden. Mit dem Closing weitet Rheinmetall sein Portfolio im Bereich unbemannter Fahrzeuge wie geplant aus.
Die gemeinsame technologische Basis bildet die neu entwickelte modulare schwere Hybrid-Plattform Komodo von DOK-ING. Sie verfügt über eine Nutzlast von über 8,5 Tonnen.
Aus der Kombination von Rheinmetalls Know-how bei taktischen Fahrzeugen und DOK-INGs Fähigkeiten bei unbemannten Fahrzeugen soll eine Kompetenz mit erheblichen Zukunftspotenzialen entstehen. Rheinmetall bringt verschiedene Funktionsmodule und Ausrüstungssätze ein, darunter Lösungen für direktes und indirektes Feuer, Minenräumen und -legen, Aufklärungssensorik sowie Logistik.
Durch den Zusammenschluss zweier europäischer Anbieter sollen anspruchsvolle Projekte umgesetzt und neue Standards gesetzt werden. Ziel ist es, unbemannte Bodensysteme für Serienfertigung und Einsatzfähigkeit weiter voranzubringen.
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Kroatien wird zum Standort für unbemannte Systeme
Mit der Akquisition richtet Rheinmetall den Blick auch auf Kroatien als Standort innerhalb der europäischen Verteidigungs- und Technologielandschaft. Dr. Björn Bernhard, CEO der Rheinmetall-Division Vehicle Systems Europe, ordnet den Schritt anlässlich der behördlichen Freigabe strategisch ein.
„Nun kann in Kroatien unser Kompetenzzentrum im Bereich der unbemannten und autonomen Fahrzeuge für militärische Anwendungen entstehen, mit dem wir in dieser neuen Aufstellung eine starke Marktposition im Segment der unbemannten Kampf- und Kampfunterstützungsfahrzeuge erreichen wollen. Wir sehen hier einen wachsenden Zukunftsmarkt und schaffen gleichzeitig ein Standbein im EU- und NATO-Partnerstaat Kroatien, einem hochinteressanten Kundenland“, betont Dr. Björn Bernhard.
DOK-ING verfügt laut Mitteilung über eine starke Marktposition im Bereich der unbemannten Minenräumung an Land sowie bei Einsätzen in risikoreichen Umgebungen. Seit seiner Gründung hat das Unternehmen rund 500 Plattformen an Kunden in über 40 Staaten ausgeliefert. Unbemannte Minenräumlösungen von DOK-ING erweisen sich aktuell besonders in der Ukraine als sehr effektiv im Einsatz.
DOK-ING ist auf die Entwicklung und Herstellung fortschrittlicher unbemannter Systeme für gefährliche und risikoreiche Umgebungen spezialisiert. Zum Kernportfolio zählen ferngesteuerte und zunehmend autonome Plattformen für humanitäre und militärische Minenräumung, militärische Ingenieursarbeiten, CBRN-Einsätze und den Schutz kritischer Infrastrukturen.
Die Systeme des Unternehmens basieren auf modularen und skalierbaren Architekturen. Dadurch lassen sie sich missionsspezifisch konfigurieren, etwa für Minenräumung, IED-Entsorgung, Wegräumung, Brandbekämpfung und weitere komplexe operative Anforderungen.
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Das Unternehmen wurde 1991 von Vjekoslav Majetić gegründet. Er hebt im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss besonders die Bedeutung des Standorts Kroatien hervor.
„Mit diesem Schritt bleiben die Entwicklung, die technische Exzellenz und die Kernkompetenzen von DOK-ING in Kroatien. Durch den Zusammenschluss mit Rheinmetall gelingt es, die Produktionskapazitäten zu erweitern, die Entwicklung von unbemannten Spezialsystemen der nächsten Generation zu beschleunigen und unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Damit wird die Rolle Kroatiens innerhalb der europäischen Verteidigungs- und Technologielandschaft gestärkt.“
DOK-ING und Rheinmetall planen die Entwicklung einer Vielzahl von Lösungen für Kampf- und Kampfunterstützungsoperationen. Dazu gehört ein unbemanntes bewaffnetes Unterstützungssystem, bekannt als „Wingman“.
Dieses System soll zusammen mit Kampfpanzern und Schützenpanzern für Aufklärungs- und Feuerunterstützungszwecke eingesetzt werden. Geplant ist außerdem die Einbindung mit bestehenden Rheinmetall-Produkten wie dem Kampfpanzer Panther KF51, dem Bergungspanzer Büffel/Buffalo und dem gepanzerten Pionierfahrzeug Kodiak.
Die Ausrichtung zeigt, dass Rheinmetall den Zukauf nicht nur als Beteiligung, sondern als Baustein für neue Systemlösungen versteht. Im Zentrum stehen unbemannte und autonome Plattformen, die Schutz, Einsatzfähigkeit und operative Flexibilität in risikoreichen Szenarien erhöhen sollen.
Was übernimmt Rheinmetall im Bereich unbemannte Fahrzeuge? – Rheinmetall übernimmt 51 % an DOK-ING in Kroatien. Das Unternehmen firmiert künftig als Rheinmetall Unmanned Vehicles d.o.o.
Warum sind unbemannte Fahrzeuge für Rheinmetall strategisch wichtig? – Rheinmetall will damit eine starke Marktposition bei unbemannten Kampf- und Kampfunterstützungsfahrzeugen erreichen.
Welche Rolle spielt DOK-ING bei unbemannten Fahrzeugen? – DOK-ING ist auf ferngesteuerte und zunehmend autonome Plattformen für Minenräumung, CBRN-Einsätze und risikoreiche Umgebungen spezialisiert.
Welche Plattform steht bei unbemannten Fahrzeugen im Fokus? – Im Mittelpunkt steht die modulare schwere Hybrid-Plattform Komodo von DOK-ING mit einer Nutzlast von über 8,5 Tonnen.
Wo entsteht das Kompetenzzentrum für unbemannte Fahrzeuge? – Das Kompetenzzentrum soll in Kroatien entstehen, einem EU- und NATO-Partnerstaat.