MTU trotz Iran-Krieg auf Kurs

MTU bestätigt Ziele trotz Iran-Krieg

MTU sieht sich trotz Iran-Krieg, schwacher Airbus-Auslieferungen und Dollar-Druck weiter auf Kurs. Umsatz und operatives Ergebnis legten im ersten Quartal zu.

Wie steht MTU trotz Iran-Krieg da? Der Triebwerksbauer wächst im ersten Quartal und bestätigt seine Jahresziele.

Summary: Der Triebwerksbauer MTU hat im ersten Quartal Umsatz und bereinigtes operatives Ergebnis jeweils um 6 % gesteigert. Der Iran-Krieg wirkte sich laut Unternehmen bislang nicht auf die Zahlen aus, mögliche Szenarien werden jedoch geprüft. Für das Gesamtjahr hält MTU an Umsatz- und Ergebniszielen fest.

Der Triebwerksbauer MTU hat im ersten Quartal trotz schwacher Auslieferungen von Airbus und eines schwachen US-Dollar zugelegt. Wie der Dax-Konzern am Donnerstag in München mitteilte, stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 6 % auf 2,2 Milliarden EUR.

Auch der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn legte zu. Das bereinigte Ebit wuchs ebenfalls um 6 % auf 320 Millionen EUR. Damit übertraf MTU die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten.

Der Vorstand um MTU-Chef Johannes Bussmann hält an den Jahreszielen fest. Zugleich bereitet sich der Konzern auf mögliche Belastungen durch den Iran-Krieg vor.

Warum MTU Szenarien für den Iran-Krieg prüft

Im ersten Quartal hatte der Iran-Krieg laut MTU noch keine Auswirkungen auf die Konzernzahlen. Dennoch stellt sich das Unternehmen auf mögliche Folgen ein, falls das Kriegsgeschehen länger andauert.

Finanzchefin Katja Garcia Vila erklärte: "Wir entwickeln Szenarien für den Fall eines länger andauernden Kriegsgeschehens und sind bereit, Maßnahmen zu ergreifen, um gegenzusteuern".

Damit bleibt MTU operativ auf Kurs, beobachtet aber die geopolitische Lage mit Blick auf mögliche Belastungen. Konkrete Auswirkungen auf Umsatz oder Ergebnis wurden für das erste Quartal nicht genannt.

US-Dollar belastet den Erlös

Neben der geopolitischen Unsicherheit wirkte sich der schwache US-Dollar auf MTU aus. Der Wertverlust der US-Währung zehrte am Erlös, weil Passagier- und Frachtjets weltweit in Dollar gehandelt werden.

Trotz dieser Belastung konnte der Konzern Umsatz und bereinigtes operatives Ergebnis steigern. Beim Nettogewinn zeigte sich allerdings ein Rückgang. Er sank um 11 % auf 200 Millionen EUR.

Welche Jahresziele MTU bestätigt

Für das Gesamtjahr rechnet die MTU-Spitze weiterhin mit einem Umsatz zwischen 9,2 und 9,7 Milliarden EUR. Damit bleibt der Konzern bei seiner bisherigen Prognose.

Auch beim bereinigten operativen Gewinn hält MTU an den Zielen fest. Das bereinigte operative Ergebnis soll zwischen 1,35 und 1,45 Milliarden EUR liegen. Damit wäre es mindestens so hoch wie im Vorjahr.

MTU bleibt trotz Risiken auf Kurs

MTU zeigt sich trotz schwächerer Airbus-Auslieferungen, Dollarbelastung und möglicher Risiken durch den Iran-Krieg robust. Umsatz und bereinigtes operatives Ergebnis legten im ersten Quartal zu, die Jahresziele bleiben bestehen.

Gleichzeitig signalisiert der Konzern Vorsicht. Für den Fall eines länger andauernden Kriegsgeschehens entwickelt MTU Szenarien und hält Gegenmaßnahmen bereit. Damit verbindet der Triebwerksbauer operative Stabilität mit Vorbereitung auf mögliche externe Belastungen.

Mit Material von dpa.

FAQ: MTU trotz Iran-Krieg

Wie entwickelt sich MTU trotz Iran-Krieg? – MTU steigerte im ersten Quartal Umsatz und bereinigtes operatives Ergebnis jeweils um 6 %.

Hat der Iran-Krieg MTU bereits belastet? – Laut MTU wirkte sich der Iran-Krieg im ersten Quartal noch nicht auf die Zahlen aus.

Welche Rolle spielt der US-Dollar für MTU? – Der schwache US-Dollar belastete den Erlös, da Passagier- und Frachtjets weltweit in Dollar gehandelt werden.

Welche Jahresziele bestätigt MTU? – MTU erwartet weiter 9,2 bis 9,7 Milliarden EUR Umsatz und ein bereinigtes operatives Ergebnis von 1,35 bis 1,45 Milliarden EUR.

Warum bereitet sich MTU auf den Iran-Krieg vor? – Der Konzern entwickelt Szenarien für ein länger andauerndes Kriegsgeschehen und will bei Bedarf gegensteuern.