Drohnenabwehr auf Fahrzeugbasis

Drohnenabwehr: Mercedes-Benz kooperiert mit Tytan

Drohnenabwehr wird zum Thema für mobile Fahrzeugplattformen: Mercedes-Benz und Tytan Technologies prüfen eine Zusammenarbeit auf Basis von G-Klasse und Sprinter.

Mercedes-Benz und Tytan Technologies unterzeichnen Memorandum of Understanding auf der ILA 2026 (v.li.): Balász Nagy, CEO und Co-Founder Tytan Technologies, Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Michael Schiebe, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group.

Summary: Mercedes-Benz und TYTAN Technologies haben auf der ILA 2026 in Berlin ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Ziel ist die Prüfung fahrzeugbasierter Drohnenabwehr- und Missionsplattformen. Im Fokus stehen der Schutz von Personen, kritischer Infrastruktur und die europäische Sicherheitsarchitektur.

Mercedes-Benz und das Münchner Technologieunternehmen Tytan Technologies haben auf der ILA 2026 in Berlin ein Memorandum of Understanding zur künftigen Zusammenarbeit unterzeichnet. 

Die Vereinbarung wurde von Michael Schiebe, Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Group für Produktion, Qualität und Supply Chain Management, sowie Balázs Nagy, CEO und Co-Founder von Tytan Technologies, geschlossen. Begleitet wurde die Unterzeichnung von Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie. Es geht um eine projektbezogene Bündelung der Kompetenzen beider Unternehmen.

Fahrzeugbasierte Plattformen
für Sicherheitsaufgaben

Im Zentrum steht die Prüfung und Weiterentwicklung eines fahrzeugbasierten Drohnenabwehr- und Einsatzsystems auf Basis der G-Klasse sowie eines mobilen Drohnenträgers auf Basis des Sprinters. Auf der ILA 2026 geben Mercedes-Benz und Tytan mit einem Prototyp einen ersten Einblick in einen gemeinsamen fahrzeugbasierten Systemverbund. Dieser Prototyp soll mögliche Ansätze für die Integration technologiegestützter Anwendungen in mobile Plattformen verdeutlichen. Dabei sollen alle regulatorischen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden, insbesondere exportkontroll-, rüstungs- und sicherheitsrechtliche Vorgaben.

Warum Mercedes-Benz und Tytan ihre Kräfte bündeln

„Die aktuellen geopolitischen Herausforderungen machen deutlich, dass wir Resilienz und Sicherheit neu denken müssen. Umso wichtiger ist es, die Stärken unserer Industrie gezielt zu bündeln. Die geplante Zusammenarbeit von Tytan Technologies und Mercedes-Benz begeistert mich besonders: Hier trifft die Innovationskraft eines visionären Start-ups auf die jahrzehntelange Erfahrung und Exzellenz eines traditionsreichen Industrieunternehmens. Diese Verbindung zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial entsteht, wenn mutige technologische Ideen und industrielle Stärke zusammenkommen. Gemeinsam leisten beide Unternehmen einen wichtigen Beitrag dazu, unsere kritischen Infrastrukturen noch besser zu schützen und die technologische Souveränität Deutschlands nachhaltig zu stärken“, betonte Katherina Reiche.

Mercedes-Benz sieht Drohnenabwehr
als strategisches Feld

Michael Schiebe erklärte: „Mit dem Memorandum of Understanding mit Tytan Technologies bündeln wir unsere jeweiligen Stärken: Mercedes-Benz steht heute wie künftig für robuste und verlässliche Basisfahrzeuge, Tytan für hochspezialisierte Kompetenz in den Bereichen Drohnen-, Sensor- und Missionstechnologie. Gemeinsam wollen wir an innovativen Lösungen für Sicherheits- und Schutzaufgaben arbeiten. Für Mercedes-Benz ist der Ausbau unserer langjährigen Expertise im Verteidigungssektor ein strategisches Entwicklungsfeld.“

Welche Kompetenzen Tytan und Mercedes-Benz einbringen

Tytan bringt seine Kompetenz in der Entwicklung von drohnen-, sensor- und einsatzbezogenen Systemlösungen ein und verantwortet diesen Bereich innerhalb der Zusammenarbeit. Mercedes-Benz verweist auf langjährige Erfahrung in Entwicklung, Produktion und Skalierung robuster sowie anpassungsfähiger Fahrzeugplattformen.

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Tytan sieht akute Bedrohung für kritische Infrastruktur

Balázs Nagy verdeutlichte: „Die Bedrohungslage ist real, jeden Tag erleben wir Überflüge über deutsche und europäische kritische Infrastruktur. Agilität und Interoperabilität sind keine Wünsche mehr, sie sind Notwendigkeiten. Mit Mercedes-Benz haben wir einen Partner gefunden, der industrielle Exzellenz und institutionelles Wissen auf Weltniveau mitbringt. Tytan Technologies bringt die operative Expertise und technische Kompetenz in autonomer Luftverteidigung und Counter-UAS-Systemen mit. Gemeinsam schaffen wir eine Plattformarchitektur, die effektiv vor unbemannten Bedrohungen schützt, nicht 2029, sondern heute.“

Vereinbarung soll fahrzeuggebundene Lösungen voranbringen

Die Vereinbarung bildet den Rahmen für die weitere Zusammenarbeit. Ziel ist es, ausgewählte Vorhaben zu evaluieren und mögliche Anwendungen für modulare, fahrzeuggebundene Lösungen zu prüfen. Zugleich soll der Schritt Europas Souveränität und Sicherheit langfristig stärken.

Mit Material von Mercedes-Benz

FAQ: Drohnenabwehr und Mercedes-Benz

1. Welche Rolle spielt Mercedes-Benz bei der Drohnenabwehr? 

Mercedes-Benz bringt robuste und verlässliche Fahrzeugplattformen in die geplante Zusammenarbeit ein.

2. Welche Rolle übernimmt Tytan Technologies bei der Drohnenabwehr? 

Tytan Technologies steuert Kompetenz in Drohnen-, Sensor- und Missionstechnologie bei.

3. Warum basiert die Drohnenabwehr auf G-Klasse und Sprinter?

Beide Modelle dienen als mögliche Plattformen für fahrzeugbasierte Drohnenabwehr- und Missionssysteme.

4. Was ist das Ziel der Drohnenabwehr-Kooperation?

Ziel ist die Prüfung modularer, fahrzeuggebundener Lösungen für Sicherheits- und Schutzaufgaben.

5. Welche Bedeutung hat Drohnenabwehr für Europa?

Die Zusammenarbeit soll dazu beitragen, Europas Souveränität und Sicherheit langfristig zu stärken.