Das Faurecia-Werk Augsburg wechselt zu GDELS. Der Traditionsstandort soll künftig eine zentrale Rolle beim Ausbau der Fahrzeugproduktion in Deutschland übernehmen.
GDELS will das Faurecia-Werk Augsburg zum Kompetenzzentrum für den Eagle (im Bild) ausbauen. Der Standort soll damit eine zentrale Funktion in der deutschen Fahrzeugproduktion des Unternehmens übernehmen.GDELS
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GDELS übernimmt das Faurecia-Werk Augsburg von der französischen Forvia-Gruppe. Der Standort soll mit dem Gros der Belegschaft weitergeführt und zum größten GDELS-Fahrzeugwerk in Deutschland ausgebaut werden. Hintergrund sind neue Bundeswehr-Aufträge für den Eagle sowie die Strategie 24/500 zum Ausbau von Produktions- und Servicekapazitäten.
Warum übernimmt GDELS das Faurecia-Werk Augsburg?
General Dynamics European Land Systems, kurz GDELS, hat sich mit der französischen Forvia-Gruppe auf die Übernahme des Faurecia-Werks in Augsburg geeinigt. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor.
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Der Standort besteht seit 1875 und gilt damit als Traditionswerk. Bislang gehört das Werk zur Forvia-Sparte Clean Mobility. Dort werden Abgasanlagen für PKW und Nutzfahrzeuge gefertigt. Mit der Übernahme soll der Standort mit dem Gros der Belegschaft weitergeführt werden.
GDELS will nach eigenen Angaben auf die vorhandene Fachkompetenz in der Fahrzeugtechnologie und Schweißtechnik aufbauen. Dazu zählt auch die Entwicklung und Fertigung anspruchsvoller und spezialisierter Kleinserien.
Faurecia-Werk Augsburg soll größtes GDELS-Fahrzeugwerk werden
Der Augsburger Standort soll durch zielgerichtete Investitionen zum größten GDELS-Fahrzeugwerk in Deutschland ausgebaut werden. Zudem ist geplant, ihn zum Kompetenzzentrum für das leichte taktische Fahrzeug Eagle der Bundeswehr weiterzuentwickeln.
Damit verschiebt sich der industrielle Schwerpunkt des Werks deutlich: von Abgasanlagen für PKW und Nutzfahrzeuge hin zu geschützter Landmobilität und militärischer Fahrzeugtechnik. Die bestehende Fertigungskompetenz bildet dafür laut Unternehmen die Grundlage.
Welche Technikrolle spielt der Eagle?
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Im Mittelpunkt des geplanten Ausbaus steht das leichte taktische Fahrzeug Eagle der Bundeswehr. Für GDELS soll Augsburg zum Kompetenzzentrum für dieses Fahrzeug werden. Damit erhält der Standort eine zentrale Rolle innerhalb der Fahrzeugproduktion in Deutschland.
Der Eagle ist Teil geschützter Landmobilität. Sein Einsatzzweck liegt in der taktischen Mobilität der Streitkräfte. GDELS knüpft dafür an die vorhandene Fachkompetenz des Werks in Fahrzeugtechnologie, Schweißtechnik sowie in der Entwicklung und Fertigung anspruchsvoller Kleinserien an.
Für die Auswahl des Faurecia-Werks Augsburg waren mehrere Faktoren entscheidend. GDELS verweist auf die strategisch günstige Lage in der Nähe der neuen Standorte Immenstaad und Oberpfaffenhofen sowie der Stammwerke in der Schweiz und Rheinland-Pfalz.
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Hinzu kommen die vorteilhafte Infrastrukturanbindung, das vorhandene Branchen-Cluster in der Region und die Unterstützung von Kommunal- und Landespolitik. Diese Rahmenbedingungen trugen laut Mitteilung ebenfalls zur Entscheidung bei.
Bundeswehr-Aufträge treiben Ausbau der Kapazitäten
Das Beschaffungsamt der Bundeswehr hatte zuletzt mehrere Lose der Fahrzeugfamilien Eagle und Piranha geordert. Ein Teil der Fertigung soll künftig bei der neuen Tochtergesellschaft GDELS–Fahrzeugwerke in Süddeutschland erfolgen.
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Der Schritt steht im Zusammenhang mit der 2025 verkündeten Strategie 24/500. Mit ihr baut GDELS die Produktions- und Servicekapazitäten in ganz Deutschland aus.
Was sagt GDELS zur Übernahme?
Giuseppe Chillari, GDELS Vice President und Geschäftsführer des Eagle-Mutterhauses GDELS–Mowag, ordnet die Entscheidung so ein: „Das Augsburger Werk ist ein weiterer Schritt in der Hinwendung zu unserem deutschen Kunden und eindrucksvoller Beleg für unser Versprechen, dessen Erwartungen an Qualität und Liefertreue im gesteckten Zeitrahmen voll zu erfüllen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeitenden, die wir an diesem attraktiven Standort kennengelernt haben. Die Übernahme ist für uns auch eine Verpflichtung zu nachhaltigem Wachstum gegenüber der Belegschaft, der Stadt und dem Land Bayern.“
Auch GDELS-Präsident Antonio Bueno betont die strategische Bedeutung des Standorts. Er erklärt: „Der Standort in Augsburg unterstreicht unseren anhaltenden Wachstumskurs in Deutschland und Europa und fügt sich nahtlos in unsere Strategie, stets nah am Kunden zu agieren. Er setzt ein deutliches Signal: GDELS bleibt ein verlässlicher Partner unserer Streitkräfte in allen Aspekten geschützter Landmobilität“.
• Was passiert mit dem Faurecia-Werk Augsburg? – GDELS übernimmt den Standort von der Forvia-Gruppe und will ihn mit dem Gros der Belegschaft weiterführen.
• Warum ist das Faurecia-Werk Augsburg für GDELS wichtig? – Der Standort soll zum größten GDELS-Fahrzeugwerk in Deutschland und zum Kompetenzzentrum für den EAGLE der Bundeswehr ausgebaut werden.
• Welche Produkte wurden im Faurecia-Werk Augsburg bisher gefertigt? – Bislang entstanden dort Abgasanlagen für PKW und Nutzfahrzeuge.
• Welche Rolle spielt das Faurecia-Werk Augsburg bei Bundeswehr-Aufträgen? – Teile der Fertigung für die Fahrzeugfamilien EAGLE und PIRANHA sollen künftig bei GDELS–Fahrzeugwerke in Süddeutschland erfolgen.
• Welche Strategie verfolgt GDELS mit dem Faurecia-Werk Augsburg? – Die Übernahme ist Teil des Ausbaus der Produktions- und Servicekapazitäten in Deutschland im Rahmen der Strategie 24/500.