Jetzt kann das G95 kommen: Vertragsunterzeichnung zum System Sturmgewehr durch den Vorstandsvorsitzenden der Heckler & Koch AG, Dr. Ing. Jens-Bodo Koch, und Annette Lehnigk-Emden, die Vizepräsidentin des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.

Jetzt kann das G95 kommen: Vertragsunterzeichnung zum System Sturmgewehr durch den Vorstandsvorsitzenden der Heckler & Koch AG, Dr. Ing. Jens-Bodo Koch, und Annette Lehnigk-Emden, die Vizepräsidentin des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. (Bild: Bundeswehr/Dirk Bannert)

Das Gewehr HK416 A8 von Heckler & Koch - bei der Bundeswehr wird es als G95 eingeführt. Es soll das G36 ersetzen, über dessen Einsatzmöglichkeiten Unstimmigkeiten herrscht.
Das Gewehr HK416 A8 von Heckler & Koch - bei der Bundeswehr wird es als G95 eingeführt. Es soll das G36 ersetzen, über dessen Einsatzmöglichkeiten Unstimmigkeiten herrscht. (Bild: Bundeswehr/Heckler & Koch)

Die Bundeswehr erhält das neue "System Sturmgewehr" für die Truppe. Auf Einladung der Vizepräsidentin des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) kamen heute sowohl Vertreter der Geschäftsführung des Hersteller Heckler und Koch als auch die Projektleitenden des BAAINBw zum Abschluss von letzten vertraglichen Details zusammen. Der Grundstein für das Projekt wurde mit der Billigung des geschlossenen Vertrages durch den Haushalts- und Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages im Dezember 2022 zur Beschaffung der zukünftigen Standard-Bewaffnung der Soldatinnen und Soldaten gelegt.

Ab 2026 erhält die Bundeswehr das Gewehr mit der Bezeichnung G95A1 als neue Standardwaffe und das G95KA1 in einer kurzen Ausführung für spezialisierte Kräfte. Im Rahmen dieses Vorhabens können nunmehr in den kommenden Jahren neue Sturmgewehre für die gesamte Bundeswehr beschafft werden. Das neue Gewehr basiert auf dem HK416 A8 des Herstellers Heckler und Koch.

Die Auswahlentscheidung für diese Waffe fiel bereits im Frühjahr 2021. Aufgrund eines längeren Nachprüfungsverfahrens kam es zu Verzögerungen. Der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes für solche Fälle folgend wurden mit der heutigen Vertragszeichnung die durch die Verfahrensdauer erforderlichen vertraglichen Anpassungen vorgenommen.

In einem ersten Schritt werden 390 Nachweismuster an die Bundeswehr ausgeliefert. Hiervon werden der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition 40 Sturmgewehre zur Qualifizierung übergeben. Die restlichen 350 Waffen erhält die Truppe zur Einsatzprüfung, welche unter anderem in verschiedenen Klimazonen stattfinden wird. Die umfangreiche Erprobung dient dem Vergleich mit der durch den Hersteller im Vergabeverfahren eingereichten Waffen.

Bundeswehr

Im Fokus: Rüstungsindustrie

Sie möchten gerne weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos:

Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.

Mit der Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen der Portale im Industrie-Medien-Netzwerks. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Sie sind bereits registriert?