Continental mit Umbaukosten

Continental rutscht nach Umbau in die Verlustzone

Continental hat 2025 trotz stabiler Geschäfte einen Verlust verbucht. Milliardenbelastungen aus dem Konzernumbau drücken das Ergebnis ins Minus. Gleichzeitig plant der Dax-Konzern eine höhere Dividende und setzt auf mehr Profitabilität im Tagesgeschäft.

Der Reifenhersteller und Kunststofftechnikkonzern Continental ist 2025 in die roten Zahlen gerutscht.
Der Reifenhersteller und Kunststofftechnikkonzern Continental ist 2025 in die roten Zahlen gerutscht.

Sonderkosten aus Umbau belasten Continental

Der Reifenhersteller und Kunststofftechnikkonzern Continental ist im Geschäftsjahr 2025 in die roten Zahlen gerutscht. Hintergrund sind vor allem umfangreiche Sonderkosten im Zuge des Konzernumbaus, wie das Unternehmen mitteilt.

Im Mittelpunkt steht die Abspaltung des Autozuliefergeschäfts unter dem Namen Aumovio sowie der Verkauf eines Teils der Kunststofftechniksparte Contitech. Diese Maßnahmen führten buchhalterisch zu Belastungen von rund 1,2 Milliarden Euro.

Unter dem Strich weist der Konzern damit einen Verlust von 165 Millionen Euro aus. Im Jahr zuvor hatte Continental noch einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro erzielt.

Dividende steigt trotz Verlust

Trotz des negativen Jahresergebnisses plant der Konzern eine höhere Ausschüttung an die Aktionäre. Die Dividende soll von 2,50 Euro auf 2,70 Euro je Aktie steigen.

Die Entwicklung zeigt, dass die Belastungen primär aus einmaligen Umbaukosten resultieren und nicht aus dem operativen Geschäft, wie aus den Angaben des Unternehmens hervorgeht.

Continental setzt auf höhere Profitabilität

Für das laufende Jahr richtet Continental den Blick vor allem auf die operative Entwicklung. Der Dax-Konzern erwartet eine Verbesserung der Profitabilität im Tagesgeschäft.

Bei der um Sondereffekte bereinigten Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern rechnet das Unternehmen mit einem Wert zwischen 11,0 und 12,5 Prozent. Im Jahr 2025 war die operative Marge bereits von 11,0 auf 10,3 Prozent gesunken.

Umsatz unter Druck durch schwieriges Umfeld

Beim Umsatz erwartet Continental hingegen einen weiteren Rückgang. Konzernchef Christian Kötz rechnet unter anderem aufgrund von Zollbarrieren mit Erlösen zwischen 17,3 und 18,9 Milliarden Euro.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich das Marktumfeld belastend ausgewirkt. Der Umsatz des Unternehmens sank 2025 um zwei Prozent auf 19,7 Milliarden Euro, wie Continental mitteilt.

Mit Material der dpa

FAQ zum Geschäftsjahr 2025 von Continental

  • Warum schreibt Continental 2025 Verlust? – Hauptgrund sind Sonderkosten von rund 1,2 Milliarden Euro für den Konzernumbau, darunter die Abspaltung des Autozuliefergeschäfts und der Verkauf von Teilen der Contitech-Sparte.
  • Wie hoch ist der Verlust von Continental 2025? – Der Konzern weist einen Jahresverlust von 165 Millionen Euro aus, nachdem im Jahr zuvor noch 1,2 Milliarden Euro Gewinn erzielt wurden.
  • Wie entwickelt sich die Dividende bei Continental? – Trotz des Verlusts soll die Dividende von 2,50 Euro auf 2,70 Euro je Aktie steigen.
  • Welche Prognose gibt Continental für die Profitabilität? – Für 2026 erwartet der Konzern eine bereinigte operative Gewinnmarge zwischen 11,0 und 12,5 Prozent.