Energie- und Rüstungsindustrie

Kieler Maschinenwerke investieren Millionen

Die Kieler Maschinenwerke treiben den Ausbau voran. Millionen fließen in in den Standort Friedrichsort – durch neue Aufträge aus Rüstung und Energie.

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Die Kieler Maschinenwerke haben einen Investitionsplan über mehrere Millionen Euro am Standort Friedrichsort beschlossen.
Die Kieler Maschinenwerke haben einen Investitionsplan über mehrere Millionen Euro am Standort Friedrichsort beschlossen.

Kapazitätsausbau für Energie- und Rüstungsprojekte

Die Kieler Maschinenwerke GmbH – vormals ProMachining GmbH – haben einen Investitionsplan über mehrere Millionen Euro beschlossen, wie das Unternehmen mitteilt. Ziel ist der konsequente Ausbau der Fertigungskapazitäten am Standort Friedrichsort. Hintergrund sind neue Aufträge aus dem Energiesektor, darunter ein Großauftrag zur Fertigung von Bauteilen für Gasmotoren.

Parallel dazu stellt das Unternehmen kurzfristig zusätzliche Fachkräfte ein und erweitert den Maschinenpark. Auch die logistische Infrastruktur wird ausgebaut, zudem schreitet die Digitalisierung der Produktionsprozesse voran. „Solche Projekte verlangen Präzision, Erfahrung und Flexibilität. Genau darin liegen unsere Stärken“, betont Peter Nortmann, Geschäftsführer der Kieler Maschinenwerke GmbH.

Schwerzerspanung bis 100 Tonnen

Das Traditionsunternehmen ist auf die Fertigung großer Metallkomponenten spezialisiert. Zum Portfolio zählen unter anderem Bauteile für Großmotoren in der Schifffahrt sowie für Schienenfahrzeuge. Mit großformatigen Fräs- und Drehmaschinen lassen sich Metallbauteile mit Gewichten von bis zu 100 Tonnen bearbeiten.

Künftig adressieren die Kieler Maschinenwerke verstärkt Kunden aus den wachsenden Märkten Defence und Energie. „Der Bedarf an präzisen, robusten Maschinenbauteilen für die Energietechnik und Rüstungsindustrie wächst enorm. Nur wenige Unternehmen können solche Bauteile fertigen. Wir haben die passenden Maschinen, die Erfahrung und die erforderlichen Kapazitäten und Fachkräfte“, betont Peter Nortmann.

Mit 170 qualifizierten Fachkräften ist eine Auslastung im Dreischichtbetrieb möglich. Damit schafft das Unternehmen die operativen Voraussetzungen, um auch komplexe Großprojekte termingerecht abzuwickeln.

Tradition und Infrastruktur als Wettbewerbsvorteil

Der Standort Kiel-Friedrichsort bietet nach Unternehmensangaben optimale Rahmenbedingungen für die Wachstumsstrategie. Kurze Wege, die direkte Anbindung an den Hafen sowie die Nähe zu Zulieferern und Kunden erleichtern Produktion und Logistik erheblich.

Die Wurzeln des Unternehmens am Standort reichen bis ins Jahr 1866 zurück. Das gewachsene Know-how erstreckt sich auch auf das Segment der Rüstungsindustrie: Bauteile für den Leopard-1-Panzer wurden hier mit umgesetzt.

„Wir sichern Arbeitsplätze und arbeiten eng mit regionalen Partnern zusammen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur industriellen Wertschöpfung in der Region“, betont Peter Nortmann. „Mit dem neuen Namen machen wir sichtbar, wofür wir seit Jahren stehen: verlässliche Maschinenbaukompetenz aus Kiel.“

Breites Portfolio in der Schwerbearbeitung

Die Kieler Maschinenwerke GmbH sind auf die mechanische Bearbeitung schwerer und komplexer Gussteile mit Stückgewichten von 500 Gramm bis zu 100 Tonnen spezialisiert. Das Leistungsspektrum umfasst unter anderem Pleuelstangen, Zylinderköpfe und Kurbelgehäuse sowie Bauteile und Baugruppen aus Stahl und Eisen für Fertigungsmaschinen, Lokomotiven, Baumaschinen und Kompressoren.

Ergänzend bietet das Unternehmen Messtechnik, Werkstoffprüfung und Logistikdienstleistungen an. Rund 170 Mitarbeitende sind an den Standorten Kiel und Neumünster beschäftigt. Zu den Zielmärkten zählen Schiffbau, Energieerzeugung, allgemeiner Maschinenbau, Rüstungsindustrie sowie Agrartechnik.

Mit Material der Kieler Maschinenwerke

FAQ zu den Kieler Maschinenwerken

Warum investieren die Kieler Maschinenwerke mehrere Millionen Euro? – Auslöser sind neue Aufträge aus dem Energiesektor, darunter die Fertigung von Bauteilen für Gasmotoren. Ziel ist der Ausbau von Kapazitäten, Infrastruktur und Digitalisierung am Standort Friedrichsort.

Welche Märkte adressieren die Kieler Maschinenwerke künftig verstärkt? – Neben klassischen Maschinenbaumärkten rücken insbesondere die Bereiche Energie und Rüstungsindustrie stärker in den Fokus.

Welche Bauteilgrößen können die Kieler Maschinenwerke bearbeiten? – Das Unternehmen fertigt komplexe Gussteile und Metallkomponenten mit Stückgewichten von 500 Gramm bis zu 100 Tonnen.

Welche Rolle spielt der Standort Friedrichsort für die Kieler Maschinenwerke? – Der traditionsreiche Standort mit Hafenanbindung und gewachsenem Know-how bildet die Basis der aktuellen Wachstumsstrategie.