Porsche- Vertriebsvorstand Detlev von Platen vor dem neuen Cayenne Coupé.

Porsche- Vertriebsvorstand Detlev von Platen vor dem neuen Cayenne Coupé. - Bild: Porsche

Porsche hat weltweit 55.700 Autos verkauft. Das entspricht einem Rückgang von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Detlev von Platen, Vertriebschef der VW-Tochter, sagt: „2019 beginnt anspruchsvoll für uns und die gesamte Automobilindustrie.“  Von Platen erklärt warum Porsche derzeit Einbußen beim Absatz hinnehmen muss: „Die Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP und auf Ottopartikelfilter beschäftigt uns erwartungsgemäß in den ersten Monaten des Jahres weiterhin. Auch war aufgrund des außergewöhnlich starken Jahresstarts in 2018 mit einem vergleichsweise schwächeren ersten Quartal zu rechnen.“

Darüber hinaus erklärt der Sportwagenbauer in einer Pressemitteilung, dass der Generationswechsel bei den Modellen Macan und 911 für schwächere Verkaufszahlen sorgten. Der neue 911 wurde Ende November in Los Angeles präsentiert und wird jetzt nach und nach in den verschiedenen Automärkten eingeführt.

Besonders in Europa läuft es für Porsche schlecht

In Europa verkaufte Porsche im vergangenen Quartal 14.004 Sportwagen. Zum Vergleich im ersten Quartal 2018 waren es noch 20.601 ­– ein Minus von 32 Prozent. Beispiel Deutschland: Auf dem Heimatmarkt konnte die Volkswagen-Tochter lediglich 5.557 Autos absetzen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 7.724, ein Minus von 28 Prozent.

Nicht viel besser die Lage in China: In der Volksrepublik gingen die Verkaufszahlen um 10 Prozent zurück. Porsche setzte 16.890 Sportwagen ab. Im Vorjahr waren es noch 18.672. Porsche begründet das mit der konjunkturellen Abschwächung des Gesamtmarktes. Außerdem: Viele Chinesen warteten auf die Senkung der Mehrwertsteuer. Sie hielten sich deshalb in den letzten Monaten beim Autokauf zurück.

Zumindest einen Lichtblick gibt es für Porsche: Das ist der amerikanische Automarkt. Dort konnte der Automobilhersteller seine Verkäufe um 8 Prozent auf über 15.000 Autos steigern.

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Was Porsche jetzt Hoffnung macht

Für 2019 aber rechnet Porsche insgesamt mit einem leichten Anstieg der Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr. Der Autobauer setzt auf eine steigende Nachfrage nach den neuen Produkten. „Insbesondere die achte Generation des Porsche 911, die seit einigen Tagen in Europa ausgeliefert wird, ist bei den Kunden sehr nachgefragt und lässt uns optimistisch nach vorn schauen“, so Detlev von Platen.

Des Weiteren steht ab Mai das neue Cayenne Coupé bei den Händlern. Im September präsentiert Porsche mit dem Taycan den ersten rein elektrisch betriebenen Sportwagen.

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