Anja Ringel, Julia Dusold, Stephan Mayer

In der neuen Folge von Industry Insights sprechen (von links) Anja Ringel und Julia Dusold mit Stephan Mayer, CEO Werkzeugmaschinen bei Trumpf. (Bild: Claudia Weber)

Lieferschwierigkeiten, geopolitische Herausforderungen und die Auswirkungen der Corona-Pandemie: Stephan Mayer wurde im vergangenen Jahr in herausfordernden Monaten CEO Werkzeugmaschinen bei Trumpf. Er habe in seiner Berufslaufbahn noch nie eine so turbulente Zeit erlebt, wie momentan, sagt er in der neuen Folge von Industry Insights. Er würde sich wünschen, dass etwas mehr Stabilität einkehre und man so mehr Planungssicherheit habe.

Als Experte für die Blechbearbeitung gibt er im Podcast einen Einblick in die Trends der Branche: Wie in vielen anderen Bereichen auch, wird die Digitalisierung immer wichtiger. Der erste Schritt auf dem Weg zu einer digitalisierten Blechfertigung ist für Mayer dabei das Thema Lean. Die Prozesse müssten ohne Digitalisierung erst einmal optimiert und standardisiert werden, so Mayer. Wenn etwas standardisiert wurde, könne es dann im nächsten Schritt auch digitalisiert werden. Das zweite sei die Transparenz. "Man muss Daten sammeln, um zu sehen, was wirklich passiert", sagt er.

Welche weiteren Schritte nötig sind und wie die Blechfertigung selbst nachhaltiger werden kann, erfahren Sie im Podcast:

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Mayer muss sich entscheiden: Maschinen mieten oder kaufen?

Bei den für Industry Insights obligatorischen Entweder-Oder-Fragen musste Mayer bei "Maschinen mieten oder kaufen" erst einmal nachdenken. Denn Trumpf bietet beides an, wie Sie auch in diesem Artikel nachlesen können: "So will Trumpf mit neuem Geschäftsmodell aus der Krise".

Der Großteil des Geschäfts werde in den nächsten Jahren weiter aus Verkauf und Leasing bestehen, prophezeit Mayer. Aber: "Mieten - oder noch mehr Full Service - bringt zusätzliches Potenzial, in dem wir mithelfen, den Prozess beim Kunden zu optimieren", sagt er. Ob er sich für eine der beiden Antworten entscheiden konnte, erfahren Sie im Podcast.

Eines der Ziele von Trumpf: Das Unternehmen möchte jedem Kunden - egal ob Mittelständler oder Großkonzern - eine Lösung anbieten. Der Außendienst müsse deshalb immer mehr zum Berater werden, erklärt Mayer. Dazu gehört, sich die Produktion näher anzuschauen, nach den Zielen des Kunden zu fragen und einen gemeinsamen Plan zu erstellen. Wie Trumpf kleine Unternehmen von sich überzeugen möchte, verrät der CEO Werkzeugmaschinen in Industry Insights.

Das ist Stephan Mayer

Stephan Mayer, CEO Machine Tools bei Trumpf
(Bild: Trumpf)

Dr.-Ing. Stephan Mayer ist seit Juli 2021 CEO Werkzeugmaschinen bei Trumpf. Davor war er zwei Jahre lang Managing Director China und davor Geschäftsführer Werkzeugmaschinen Produktion und Einkauf. Vor seinen Tätigkeiten beim Ditzinger Unternehmen war Mayer mehr als sieben Jahre bei McKinsey.

Kulturschock in China

Bevor er CEO Werkzeugmaschinen wurde, war Mayer der Managing Director von Trumpf in China. Im Gespräch mit den Redakteurinnen Julia Dusold und Anja Ringel erklärt er, China sei "unglaublich anders": von der Weltanschauung, über die Kultur, das Verhalten bis hin zum Führungsstil. Darauf vorbereitet hat er sich unter anderem mit einem Coaching.

Sein Start in China sei aber dennoch erst einmal ein Kulturschock gewesen, berichtet er. Ein Beispiel: In traditionelleren Betrieben in China sei es ganz schwierig, auf Augenhöhe zu diskutieren. Das mittlere und untere Management sei es gar nicht gewohnt, so stark nach der Meinung gefragt zu werden, so Mayer. Welche weiteren Dinge in China anders sind als in Europa und welche Rolle das Budget spielt, erfahren Sie im Podcast.

Auch Ingo Spengler, COO bei Leoni, hat Erfahrungen in anderen Kulturkreisen gemacht. Warum ihn ein Blumenstrauß erst einmal irritiert hat, können Sie in dieser Podcast-Folge hören: "Leoni-COO über Blumensträuße und revolutionäre Technik"

China ist für Trumpf einer der wichtigsten Märkte und das Unternehmen ist dort im vergangenen Jahr stark gewachsen. In der Volksrepublik hat Trumpf aber auch einige Herausforderungen. Eine davon ist die Bevorteilung chinesischer Unternehmen.

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Mehr zum Wachstumsmarkt China lesen Sie in diesem Artikel: "China? USA? EU? Die Wachstumsmärkte der deutschen Industrie"

Industry Insights: Das sind die Moderatorinnen

Anja Ringel (links) und Julia Dusold (rechts) strahlen in die Kamera.
(Bild: Florian Swoboda)

Julia Dusold (rechts) kann genauso gut Differentialgleichungen lösen wie Instagram-Stories aufbauen. Schließlich hat sie neben Physik auch noch Wissenskommunikation studiert. Ihre Spezialgebiete sind verschiedene Fertigungstechnologien wie Zerspanung und 3D-Druck. Besonders begeistert ist sie von Zukunftsthemen wie KI und Quantentechnologie. Julia hat schon vielen Kollegen mit ihren IT- und Programmierfähigkeiten aus der Patsche geholfen, besitzt ein Hogwarts-Schloss aus Lego und ist großer Doctor-Who-Fan. Folgen Sie Julia Dusold auch auf LinkedIn, Xing und Twitter.

 

Als Wirtschaftsredakteurin schaut Anja Ringel (links) den Unternehmen auf die Finger oder besser gesagt auf die Bilanzen. Ihr Trumpf: Ein Master in „European Studies“ mit den Schwerpunkten Politik und BWL. Anja interessiert sich aber nicht nur für die finanzielle Seite. Sie recherchiert unter anderem auch zu Management-Themen, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und den Herausforderungen der Transformation. Privat kann sie gut auf Bilanzzahlen verzichten und geht lieber in den Alpen wandern. Neben Wanderschuhen immer mit dabei: ein spannendes Buch. Folgen Sie Anja Ringel auch auf LinkedIn, Xing und Twitter.

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