Wie viele IRIS-T-SLM-Systeme hat die Bundeswehr?
Die Bundeswehr hat (Stand 11/25) sechs IRIS-T-SLM-Systeme bestellt, wovon eine bereits ausgeliefert wurde. Nun wurden Meldungen laut, die Bundeswehr werde insgesamt sogar 50 Einheiten beschaffen. Damit sollen Verbände von Luftwaffe und Heer ausgestattet werden.
Was bedeutet die Abkürzung IRIS‑T SLM?
IRIS‑T steht für „Infrared Imaging System — Tail/Thrust
Vector Controlled“. SLM bedeutet „Surface-Launched Medium Range“.
Wie funktioniert die Zielerfassung?
Die Steuerung erfolgt über INS, GPS und Datenlink. Der
Endanflug wird durch einen infrarotbildgebenden Suchkopf (IIR) gesteuert.
Wie unterscheidet sich IRIS‑T SLM von IRIS‑T
SLS?
SLS deckt Kurzstrecken bis 12 km ab, SLM dagegen mittlere
Distanzen bis 40 km. Beide nutzen denselben Flugkörper, aber unterschiedliche
Startplattformen.
Welche Rolle spielt das TRML‑4D-Radar?
Das Radar kann bis zu 1 500 Ziele gleichzeitig verfolgen,
ist AESA-basiert und zentral für die Feuerleitung.
Wie viele Systeme nutzt die Ukraine?
Bis Herbst 2024 wurden vier IRIS‑T‑SLM-Systeme
geliefert. Über 250 Abschüsse mit über 95 % Erfolgsquote wurden gemeldet.
Welche Länder haben bereits bestellt?
Deutschland, Ukraine, Ägypten, Estland, Lettland, Slowenien,
Schweden, Bulgarien, Dänemark und die Schweiz.
Warum gilt das System als salvenfest?
Durch die vertikale Startweise, das leistungsfähige Radar
und die Nachladefähigkeit kann IRIS‑T SLM auch Massenangriffe
effizient abwehren.
Welche Vorteile bietet die europäische Produktion?
Alle Schlüsselkomponenten stammen aus Europa, was die
Autarkie stärkt und die Abhängigkeit von Drittländern reduziert.