Eröffnung Maschinenbau-Gipfel Heller Wilk Haeusgen

VDMA-Präsident Karl Haeusgen und PRODUKTION-Chefredakteur Claus Wilk eröffnen gemeinsam mit Moderatorin Ursula Heller den 12. Deutschen Maschinenbau-Gipfel. - Bild: Anna McMaster

Großer Andrang aus der Branche: Für den 12. Deutschen Maschinenbau-Gipfel sind 500 Vertreterinnen und Vertreter der Branche nach Berlin gereist. Über zwei Tage hinweg wurden in politischen Reden, informativen Vorträgen und spannenden Podiumsdiskussionen die aktuellsten und wichtigsten Themen des Maschinenbaus besprochen. Es ging um die sich anbahnende neue Regierung, Lieferengpässe, die Digitalisierung, den Klimaschutz und um internationalen Handel. Zwischendurch und beim gesellschaftlichen Abend gab es viel Zeit zum Netzwerken.

Denn gerade der persönliche Austausch hat vielen während der vergangenen eineinhalb Jahre gefehlt. Das einzige Problem: Mit Maske war der ein oder andere Teilnehmende nicht sofort zu erkennen. Gut, dass es auch Namensschilder gab. Doch nicht nur das Netzwerken, auch die Lage im Maschinenbau waren Grund zur Freude. Was VDMA-Präsident Karl Haeusgen dazu in einem Pressegespräch gesagt hat, lesen Sie hier: "Maschinenbau bleibt trotz Materialengpässen auf Kurs".

Wie gewohnt, war der politische Diskurs prominent platziert im Gipfel-Programm: Bei seiner Eröffnungsrede machte VDMA-Präsident Karl Haeusgen klar, dass die Politik in den nächsten Jahren viel zu tun hat, damit der Maschinenbau seine Vorreiterrolle in Sachen Innovation und Nachhaltigkeit weiter ausbauen kann. Daher wünscht sich der VDMA von der neuen Regierung eine Politik, die nicht nur Symptome justiert, sondern sich ehrgeizige Ziele setzt. Was genau sich hinter diesem Wunsch verbirgt, erfahren Sie in diesem Artikel: "VDMA-Präsident Haeusgen: Politik muss fortschrittlich handeln".

Auf Haeusgens Forderungen gingen gleich mehrere Politiker mit ihren Redebeiträgen ein: Die Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) und Markus Söder (CSU) sowie Europapolitiker Manfred Weber erläuterten ihre Pläne für die Industriepolitik der kommenden Jahre. Allesamt lobten den Maschinenbau als Musterbranche, in Bezug auf die Innovationskraft Deutschlands. Was die Politiker im einzelnen für besonders wichtig erachten, lesen Sie hier:

 

Fokusthemen des Maschinenbau-Gipfels: Klima & Energie, internationaler Handel und Digitalisierung

Doch natürlich kamen auch die großen, technologischen Themen der Branche nicht zu kurz. In diversen Vorträgen und Diskussionsrunden wurden Strategien und Beispiele vorgestellt.

Beim Fokusthema Internationaler Handel ging es beispielsweise um den Umgang mit China. Wie kann man sich in einem Markt behaupten, der so anders ist als der europäische? Was verändert der Konflikt zwischen den USA und China in europäischen Unternehmen? Einblicke haben wir in diesem Artikel gesammelt: "Aus der Praxis: So behauptet sich der Maschinenbau in China".

Außerdem wurde die EU-Handelspolitik diskutiert und darüber, welchen Weg der Maschinenbau in der Produktionsentwicklung einschlagen muss, damit er im internationalen Wettbewerb Bestand hat.

Ein Thema, das sowohl politisch als auch technologisch diskutiert wurde, war Klima & Energie. Es wurde darüber gesprochen, warum die Maschinenbau-Branche Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor sehen sollte und warum die Kunden die Branche als Enabler brauchen.

Führungskräfte von Siemens Energy, Mercedes-Benz, Thyssenkrupp und Covestro gaben Einblicke, wie ihre Unternehmen sich der Klimaverantwortung stellen. Details lesen Sie in diesem Beitrag:

Das dritte Fokusthema war die allgegenwärtige Digitalisierung. Es ging um Führung in digitalen Zeiten, die Veränderung, die im Bereich der Qualifizierung notwendig ist und um Chancen, die sich durch die Digitalisierung in Marketing und Vertrieb ergeben. Aber auch neue technische Ansätze wurden vorgestellt, zum Beispiel die Anwendung von Blockchain in der Zerspanung oder die Weltsprache der Produktion OPC UA und deren Anwendung bei Projekten wie Umati.

Welche Hausaufgaben der Maschinenbau, wenn es um die Digitalisierung geht, noch zu machen hat, erfahren Sie hier: "Der Maschinenbau hat noch viele IT-Hausaufgaben vor sich".

Doch übergreifend war besonders ein Thema besonders viel diskutiert: Cybersecurity. In den vergangenen Jahren haben Cyberangriffe auch im Maschinenbau für Aufruhr gesorgt. Das Bundeskriminalamt (BKA) und der VDMA beabsichtigen daher, künftig gemeinsam die Abwehr von Cybercrime in den Unternehmen und die Verfolgung der Täter zu stärken. Daher haben BKA-Vizepräsidentin Martina Link und VDMA-Präsident Haeusgen ein gemeinsames Memorandum of Understanding unterzeichnet. Mehr zur Zusammenarbeit lesen Sie hier: "Cybercrime: So wollen Maschinenbau und BKA zusammenarbeiten".

Genauere Informationen dazu, wie Unternehmen mit der Gefahr umgehen sollten, gibt's im Artikel "Ransomware, Cybercrime & Co: Sind wir noch zu retten?".

Video: Das sagen Besucherinnen und Besucher zum Maschinenbau-Gipfel

Maschinenbau setzt auf Zukunftstechnologien

Auf dem Branchentreff hat der Maschinenbau auch in die Zukunft geblickt. So öffnet sich zum Beispiel mit dem Thema Biointelligenz ein wichtiger Innovationsraum - insbesondere für den Maschinen- und Anlagenbau. Gerade Deutschland ist mit seiner guten Vernetzung von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft prädestiniert für die Automatisierung biotechnologischer Systeme, meinten die Experten auf einem Gipfeldialog. Mehr zu dem Thema erfahren Sie hier: Nach der digitalen kommt die biologische Transformation

Eine weitere wichtige Zukunftstechnologie - vor allem mit Blick auf die Klimaneutralität ist der Wasserstoff. Doch es gibt noch Herausforderungen: „Die Infrastrukturentwicklung ist eines der am meisten unterschätzten Herausforderungen. Wenn das Thema Wasserstoff scheitert, dann an der Infrastruktur“, sagte Dr. Felix Christian Matthes, Forschungskoordinator Energie- und Klimapolitik am Öko-Institut, auf dem Maschinenbau-Gipfel. Was die Experten zum Thema blauer Wasserstoff, Energiekosten und Unterstützung von staatlicher Seite gesagt haben, erfahren Sie hier: "Wasserstoff: Warum die Industrie jetzt handeln muss"

Ebenfalls hoch im Kurs: Quantentechnologie. Doch was ist die Quantentechnologie eigentlich? Wo kann sie getestet und eingesetzt werden? Einen Überblick zum Thema finden Sie hier: "Quantentechnologie: Warum Deutschland jetzt handeln muss". Was sich deutsche Großunternehmen erhoffen erfahren Sie hier.

All das zeigt: Deutschland steckt mitten in einer Transformation, bei der auch die Mitarbeitenden nicht vergessen werden dürfen. Warum sowohl Wirtschaft als auch Staat dabei eine wichtige Rolle spielen müssen, haben VDMA, ZVEI und die IG Metall auf dem Maschinenbau-Gipfel diskutiert. Mehr dazu erfahren Sie hier: "Standort Deutschland: Über die Rolle von Staat und Wirtschaft"

Das sind die Preisträger der Maschinenbau-Gipfels 2021

Gleich mehrere Preise wurden im Rahmen des Branchentreffs verliehen: der Preis Deutscher Maschinenbau und der Startup Award, bei dem nicht nur das Sieger-Start-up gekürt wurde, sondern zusätzlich ein Sonderpreis verliehen wurde.

Der Preis Deutscher Maschinenbau, mit dem PRODUKTION Branchengrößen für ihr Lebenswerk auszeichnet, ging in diesem Jahr an Reinhold Festge. "Reinhold Festge bekommt Preis Deutscher Maschinenbau 2021"

Der Startup Award, dessen Gewinner in einem Voting vor Ort bestimmt wird, ging an Innocise. Das Unternehmen entwickelt innovative Handlingsysteme nach dem Vorbild der Natur. Mehr zu den Gecko-Greifsystemen, wer die anderen Finalisten waren und wer den Sonderpreis erhalten hat, lesen Sie hier:

Wer noch mehr über die einzelnen Themen und die Lage im Maschinenbau erfahren möchte, kann sich die Sonderfolge unsere Podcasts anhören. Darin sprechen Julia Dusold und Anja Ringel mit VDMA-Präsident Karl Haeusgen über die Entwicklungen der Branche:

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